Der Start auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau lockt immer wieder scharenweise Schaulustige an.
Foto: Marcus Richter
Sachsen Classic findet nach Zwickau heim
Sachsens bedeutendste Oldtimer-Rallye startet wieder an der Wiege des sächsischen Automobilbaus
Zwickau. Zwickaus Oldtimerfans dürfen sich freuen: Nach einem Jahr Pause kehrt die "Sachsen Classic" in die Automobilstadt Zwickau zurück. 650 Kilometer durch den Freistaat, dazu 20 Wertungsprüfungen und 19 Zeitkontrollen stehen den rund 185 Fahrzeugen auf der inzwischen 10. Tour bevor. In der Karawane der Hochglanz-Karossen werden Fahrzeuge in zwei Kategorien mitrollen, Oldtimer bis Baujahr 1977 und Youngtimer bis Baujahr 1992.
Karawane startet vorm Museum
Vom 16. bis 18. August werden die Chauffeure auf den Spuren der Pioniere des sächsischen Automobilbaus wandeln. Gleich dreimal können die Zwickauer das rollende Automobilmuseum erleben. Bereits am 14. und 15. August reisen die ersten Teilnehmer an. Am Donnerstag, nach der technischen Abnahme der letzten Fahrzeuge, fällt 12.01 Uhr der Startschuss. Dann rollt das erste Auto von der Startrampe auf dem Platz der Völkerfreundschaft. "Wegen des Stadtfestes mussten wir auf den Platz ausweichen", sagt Wolfgang Kießling vom hiesigen Org-Partner. An dem Tag wird der Vierrad-Karawane wieder ein Tross historischer Motorräder vorausfahren. Die Biker bestreiten nur die erste Etappe.
Abstecher führt ins Vogtland
Die führt von Zwickau aus zunächst in zwei Städte, die in diesem Jahr ihr Jubiläum "800 Jahre" feiern, Reichenbach im Vogtland und Kirchberg. Von da aus geht's quer durch den Landkreis zum legendären Sachsenring, dann zurück zum VW-Werk Mosel, weiter zum Horch-Museum und dem Etappenziel auf dem Platz der Völkerfreundschaft. Die dritte Begegnung mit der Karawane können die Zwickauer am nächsten Tag beim Start zur 2. Etappe erleben. Dann peilt das rollende Museum zunächst Meerane und die Steile Wand an, bevor die Autos den Landkreis in Richtung Flughafen Nobitz verlassen und dann ihre Zeitkontrolle im Hof des Altenburger Schlosses anvisieren. Nach Kohren-Sahlis, Bad Lausick, dem Kloster Nimbschen, Grimma, Rötha und Schkeuditz erreicht die Sachsen Classic das Etappenziel auf dem Augustusplatz in Leipzig, wo am Abend in "Auerbachs Keller" eine Tour-Party steigt. Tag 3 führt dann von Leipzig nach Dresden zum Ziel der Jubiläumsfahrt an der gläsernen Manufaktur. Unterwegs machen die Fahrer Bad Düben, Torgau, auch dem historischen Schildbürgerbrunnen in Schilda sowie Leisnig, Waldheim und dem 850 Jahre alten Freiberg ihre Aufwartung.
300 Bewerber für 150 Plätze
Pro Fahrzeug blättern die Teilnehmer für das Erlebnis Sachsen Classic 1490 Euro Teilnehmergebühr hin. Die Startplätze sind begehrt. 35 sind für Sponsoren reserviert. Nur 150 reguläre Startplätze stehen zur Verfügung. "Dafür hatten wir im vergangenen Jahr rund 300 Bewerbungen, mussten also etlichen absagen", sagt Kießling. Noch ist unklar, welche Prominenten diesmal mitfahren. Zwerchfellmasseure wie Urban Priol und Uwe Steimle waren schon mit von der Partie, auch Rallye-Größe Matthias Kahle, Diskus-Recke Lars Riedel und Schauspieler Henry Hübchen.


