Sportbad auf der Kippe: Freistaat streicht Zuschuss
Stadt sucht anderen Fördertopf und hält am Plan fest
Zwickau. Zwickau. Der für dieses Jahr geplante Neubau eines Sportbades wackelt, weil Zwickau keine Fördermittel aus Dresden bekommt. "Der Antrag der Stadt Zwickau kann nicht berücksichtigt werden", bestätigt jetzt Susann Mende, eine Sprecherin von Kultusminister Roland Wöller (CDU). Begründet wird die Absage damit, dass zu wenig Geld im Fördertopf für Sportstätten sei. Rund 7,6 Millionen Euro hatte die Stadt für den geplanten Sportbad-Neubau beantragt.
In ihrer Neujahrsrede Anfang Januar hatte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) sich noch "ausgesprochen froh" darüber gezeigt, dass die Schwimmhalle auf der Agenda des neuen Jahres steht. Dabei sagte Stadt-Sprecher Mathias Merz am Dienstag, dass bereits seit vorigem Jahr bekannt sei, dass es 2010 keine Fördermittel für das neue Bad gibt. Trotz der Absage aus Dresden, die seit gut zwei Wochen auch schriftlich vorliegt, will die Verwaltung am Vorhaben festhalten. Die im aktuellen Investitionshaushalt eingeplanten knapp 2,8 Millionen Euro Eigenanteil bleiben für das Sportbad reserviert, sagte Mathias Merz am Dienstag. Theoretisch kann die Stadt jetzt versuchen, ein anderes Förderprogramm anzuzapfen. "Die Städtebauförderung wäre denkbar", sagt die Ministeriumssprecherin. Dafür müsste aber ein völlig neuer Förderantrag erarbeitet werden. Noch schwerer dürfte es werden, das Vorhaben an die Vorgaben dieses anderen Förderprogrammes anzupassen.
Fest steht, Merz zufolge, dass nach Ende des Schuljahres die Diesterwegschule (schiefe Schule) an der Tonstraße in Schedewitz abgerissen wird, um Platz für das Sportbad zu schaffen. Die Stadt hat sich in Dresden garantieren lassen, dass mit dem Abriss auch ohne Fördermittelzusage begonnen werden darf. Mit dem Bau des knapp 14 Millionen Euro teuren Sportbades sollte eigentlich bereits 2009 begonnen werden. Aber auch 2009 gab es für Zwickau keine Fördermittel.


