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Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen FSV Zwickau
Trainer weist Anschuldigungen zurück
Zwickau (dapd-lsc). Bei den Ermittlungen zu rechtsradikalen Gesängen von Fans des FSV Zwickau erhebt die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe gegen den Verein. "Die Ermittlungen sind schwierig und stehen möglicherweise vor der Einstellung", sagte Sprecherin Antje Dietsch der Nachrichtenagentur dapd. Schuld daran sei auch die Vereinsspitze, die sich nicht an der Aufklärung beteilige.
"Es finden sich für die Vorfälle keine Zeugen, schon gar nicht auf Vereinsseite", sagte die Staatsanwältin. "In dem Verein herrscht offenbar ein Korpsgeist, bei dem sich alle gegenseitig schützen. Ein echter Aufklärungswillen ist nicht zu erkennen", sagte Dietsch.
Noch immer sind die Vorwürfe aus dem vergangenen Herbst gegen den FSV Zwickau nicht aufgeklärt. Während eines Spiels am 19. November 2011 sollen Fans des Fünftligisten mehrere rechtsextreme, antisemitische Lieder gegrölt haben. Zudem tauchte ein Video auf, auf dem die Mannschaft in der Kabine "Sieg" und ein daraufhin ein einzelner Spieler "Heil" brüllte. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen - allerdings ohne Erfolg.
Gleichwohl räumte der Trainer nun ein, dass an jenem 19. November tatsächlich "zwei Fans ein solches Lied angestimmt" haben. Allerdings hätten andere Fans die beiden zurückgehalten. "Das beweist uns nur, wie wir tatsächlich sind", sagte FSV-Trainer Nico Quade. Zudem sieht er die Vorfälle vom November als "künstlich aufgebauscht". "Die staatsanwaltlichen Ermittlungen haben nichts gegen den Verein ergeben. Das Traurige an der Geschichte ist, was daraus in der Öffentlichkeit gemacht wurde", sagte Quade.
Der FSV nimmt derweil ab sofort an der IG-Metall-Kampagne "Respekt" teil und wirbt unter anderem bei einem Pokalspiel auf seinen Trikots für Offenheit gegenüber Andersdenkenden. "Wir machen mit der Kampagne deutlich, dass wir gegen jede Art von Intoleranz und für Fairness sind", sagte Quade der Nachrichtenagentur dapd. Im Stadionbereich sei eine Infotafel angebracht worden, die auf die seit März 2011 existierende Kampagne hinweist.
Vorwürfe, der Verein beteilige sich nur an der Kampagne, um sein angekratztes Image zu korrigieren, bestritt Quade. "Wir wollen damit nichts aufpolieren und verwahren uns auch dagegen", sagte er.
dapd



19:23 Uhr
Wildenfelser: Erstens. Sehr schlecht recherchiert. Das besagte Spiel fand
am 25.11. statt.
Zweitens. Es haben sich mehr als 400 Leute schriftlich bereit erklärt eine Aussage zu tätigen. Zählen die alle nicht?
Ich war auch vor Ort und kann mf47 nur beipflichten. Wo nichts war kann man nichts verurteilen.
12:45 Uhr
Frank67: Anscheinend hat keiner den oberen Text richtig gelesen. Um es nochmal zu verdeutlichen, der Verein kehrt es unter den Tisch.
Diese Gesänge gab es wirklich : ' Gleichwohl räumte der Trainer nun ein, dass an jenem 19. November tatsächlich "zwei Fans ein solches Lied angestimmt"
Man kann nur hoffen das die Medien hier weiter bohren und sich von diesen Verein bzw. dem Vorstand nicht einschüchtern lassen.
10:24 Uhr
mf47: Ganz einfach: Es finden sich keine Zeugen, weil keiner etwas gehört hat! Ich war damals selbst vor Ort. Die Morgenpost saugt sich eine Story aus den Fingern und sämtliche Medien inkl. Staatsschutz, Staatsanwaltschaft usw. springen drauf an. Wahnsinn was da für ein Stein ins Rollen gebracht wurde. Die Probleme sicnd ganz sicher nicht bei einem Fußballverein zu suchen, die liegen ganz wo anders...