Stadt wirft Firma raus
Bauverzug am Wieck-Gymnasium - Aufzug kommt eher
Zwickau. Zwickau. Die Stadt hat den Baustellenblues: Nicht nur an der Pestalozzi-Schule klemmt es derzeit. Inzwischen gibt es auch wieder Ärger auf der Dauerbaustelle des Clara-Wieck-Gymnasiums. Dort sollen drei Subunternehmer - einheimische Firmen - nicht bezahlt worden sein, obwohl die Stadt die Rechnung längst beglichen hat.
Tun kann die Verwaltung in dem Fall nicht viel. Das hat Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) am Dienstag während der Finanzausschusssitzung noch einmal bekräftigt. Laut Hochbauamtsleiter Thomas Freitag war die Stadt nicht der Vertragspartner der drei Firmen. "Unser Auftragnehmer hatte einen Subunternehmer beschäftigt, der wiederum Subunternehmer engagiert hatte. Davon wussten wir allerdings nichts, obwohl wir hätten darüber in Kenntnis gesetzt werden müssen." Die Stadt hat den säumigen Subunternehmer zwar vor die Schlosstür gesetzt. Doch damit ist den drei einheimischen Firmen noch nicht geholfen.
Unterdessen gibt es aber auch gute Nachrichten vom Bau im ehemaligen Planitzer Schloss. So ist entschieden worden, den Aufzug bereits sechs Monate früher als geplant einzubauen, so die Auskunft von Heike Reinke, Sprecherin der Stadtverwaltung. Losgehen soll es damit im Mai 2011. Schüler, Eltern und Lehrer hatten darum gebeten, weil eine gehbehinderte Schülerin bislang zum Unterricht in die obere Etage getragen werden muss.
Zudem sind im aktuellen Haushaltsplan 150.000 Euro zusätzlich für das Gymnasium bereitgestellt. Das Geld soll dazu eingesetzt werden, den Flügel D regensicher zu machen, so Heike Reinke.


