Inna Wagner hat den Schal entworfen, der zur Fashion Week zu sehen ist.
Foto: WHZ/Angewandte Kunst
Studenten wollen mit Jeans bei Fashion Week punkten
Modestudenten der Westsächsischen Hochschule zeigen ihre Arbeiten in Berlin
Zwickau. Eine Modenschau in Berlin: Für elf Studenten der Westsächsischen Hochschule Zwickau wird das in einer Woche Realität. Im Museum für Kommunikation zeigen sie Arbeiten, die sie im Sommersemester entworfen haben. Studierende von sieben Hochschulen aus Deutschland und der Schweiz sind mit rund 120 Stücken auf der Modenschau vertreten, die eine von vielen Veranstaltungen während der Fashion Week in der Hauptstadt ist. "Die Fashion Week ist der Brennpunkt für alles, was Mode betrifft. Dass wir dort dabei sein können, ist super", sagt Dorette Bárdos, Professorin an der Fakultät für Angewandte Kunst in Schneeberg und Leiterin der Studienrichtung Modedesign.
In der Branche bekannt werden
Gezeigt werden bei der Modenschau Arbeiten, die sich mit der Farbe Blau und dem Thema Jeans auseinandersetzen. Um dieses und andere alltägliche Kleidungsstücke dreht sich nämlich auch eine Ausstellung, die gegenwärtig im Museum für Kommunikation zu sehen ist und in die die Modenschau eingebettet wird. Nachgegangen wird der Frage, wer oder was entscheidet, was in der Modewelt in und was out ist. Sich bei der Modenschau auf die Jeans zu konzentrieren, geht auf eine Idee von Bitten Stetter zurück, Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie regte an, dass mehrere Hochschulen an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und die Ergebnisse zur Fashion Week präsentieren könnten. "Sie hat auch uns angeschrieben", sagt Dorette Bárdos.
Die Fashion Week hat laut Bárdos von jeher Studenten die Möglichkeit gegeben, sich auf einer größeren Bühne als nur hochschulintern zu präsentieren. Allerdings habe sich das auf Berliner Einrichtungen reduziert, "für Hochschulen von außerhalb war das schwierig". Insofern begrüßt sie die Chance, Arbeiten aus Westsachsen und damit auch die Westsächsische Hochschule einmal einem internationalen Publikum vorzustellen. Bárdos: "Für uns ist es vor allem wichtig, dass wir in der Branche bekannter werden. So können wir recht einfach Kontakte zur Industrie und zu möglichen Projektpartnern knüpfen."
Geschäft zeigt Projektergebnisse
Weiterhin werden Arbeiten von zehn weiteren Studenten der Westsächsischen Hochschule kommende Woche in Berlin zu sehen sein. "Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Gore zusammen", sagt Dorette Bárdos. Dabei handelt es sich um einen Hersteller von Funktionskleidung. Im Berliner Geschäft der Firma werden die Studenten Mode zeigen, die aus dieser Kooperation heraus entstanden ist. Bárdos: "Der Laden ist mitten im Zentrum, für uns also eine tollen Sache."


