Theater in der Mühle soll zweite Treppe erhalten
Schneiderei und Kostümfundus müssen trotzdem raus
Zwickau. Zwickau. Für das Theater in der Mühle (TiM) könnte es doch noch eine Lösung geben, durch die zumindest die Theater-Intendantur im aktuellen Gebäude bleiben könnte. Laut Zwickaus Baubürgermeister Rainer Dietrich (CDU) werde zurzeit geprüft, ob eine zweite Fluchttreppe angebaut werden könnte, die vom ersten Obergeschoss nach außen führt. "Es gab am vergangenen Donnerstag eine Begehung mit der Feuerwehr. Ich habe nun allerdings noch keine Rückantwort, ob es brandschutztechnisch so funktionieren würde", so Dietrich am Montag.
Für die Schneiderei und den Kostümfundus, die sich beide in den oberen Etagen befinden, sei diese Lösung aber undenkbar. "Die müssen in jedem Fall raus", sagte Dietrich. Das Problem sei nicht nur, dass ein zweiter Fluchtweg fehlt. Zudem sei der einzige vorhandene Aufgang eine Holztreppe - brandschutztechnisch also völlig inakzeptabel. Ende des Jahres müssten Schneiderei und Fundus definitiv umziehen. Der Hoffnung von Volker Arnold, Geschäftsführer des Theaters Plauen-Zwickau, auf einen weiteren Aufschub erteilte Dietrich am Montag endgültig eine Absage.
Für die Theaterleute heißt das nun, dass sie mitten in der Spielzeit die Umzugskartons packen müssen. Das hatte Arnold noch vor Monatsfrist ausgeschlossen. "Sie müssen eine Lösung finden", forderte Dietrich jedoch am Montag. Dabei ist im Moment noch nicht einmal definitiv klar, wohin die Reise geht. Aussichtsreichste Option ist derzeit ein Umzug ins Verwaltungszentrum, nachdem von dort einige Ämter ins umgebaute Rathaus im Stadtzentrum gezogen sein werden.
Anfang 2011 dürfte es soweit sein. Wo Schneiderei und Fundus von Jahresende bis dahin untergebracht werden, sei intern zwar bereits besprochen, so Rainer Dietrich, aber noch nicht spruchreif. Im September sollen alle die Zukunft des TiM betreffenden Lösungsvorschläge der Stadtverwaltung vorgestellt werden.


