Sorgt mit seinen Fotos zurzeit für Staunen bei den Gästen des Reinsdorfer Heimat- und Bergbaumuseums: Stephan Messner.
Foto: Marcus Richter/Archiv
Unter Tage wird entstaubt
Die Arbeit unter Tage haben vor allem Menschen erlebt, die heute in Rente sind
Reinsdorf. Reinsdorf. Eine erste Premiere hat der Reinsdorfer Heimatverein gerade erfolgreich hinter sich gebracht. Am Freitagabend spielte das Akkordeonorchester Zwickauer Land vor dem vom Verein betriebenen Heimat- und Bergbaumuseum in die Dunkelheit hinein, rund 300 Gäste hörten gebannt zu. "Es war ein Versuch, und er hat funktioniert", sagt Michael Kraft, der Vorsitzende des Heimatvereins. "Nun soll so ein Konzert zur Tradition werden."
Bei einem einzigen neuen Weg, den die knapp 40 Vereinsmitglieder beschreiten, soll es nicht bleiben. Das Sommerfest, das die Reinsdorfer am 18. Juni veranstalten, werde anders sein als bisher, sagt Kraft: "In den vergangenen Jahren haben wir vor allem die älteren Leute angesprochen, nun richten wir das Programm auch auf die mittelalten und jungen aus". Ein Indiz dafür sei ein Auftritt der Rhythm-and-Soul-Musiker der Gruppe Extraherb. Auch die Sonderausstellungen, von denen es jedes Jahr mindestens zwei im Museum zu sehen gibt, sind dazu angetan, ein breiteres Publikum anzulocken. Noch bis Ende Juni zeigt der Langenchursdorfer Hobbyfotograf Stephan Messner spektakuläre 360-Grad-Aufnahmen und gibt Einblick in sonst der Öffentlichkeit verschlossene Ruinen. Ab 3. Juli möchte der Mülsener Karikaturist Veit Schenderlein mit seinen Bildern die Lacher auf seine Seite holen.
Wird bald für Lacher sorgen: Veit Schenderlein.
Foto: A. Kretschel/Archiv
Die Bergbautradition, über die zu informieren ein zentrales Ziel des Heimatvereins ist, wird aber nicht außer Acht gelassen. "Wir bauen gerade unsere Steigerstube aus, darin wird dann Platz für bis zu 60 Leute sein", sagt Michael Kraft. Mettenschichten würden darin abgehalten, "es sieht in dem Raum aus, als sei man unter Tage", sagt Kraft. Auch zur Oldtimerrundfahrt "Kirchberg Classics" am 4. Juni wollen die Vereinsmitglieder die Bergbautradition pflegen und an der Stempelstelle im Gewerbegebiet Reinsdorf in Habit auftreten. "Viele unserer Mitglieder sind schließlich ehemalige Bergleute", sagt Kraft. "Sie engagieren sich jetzt bei uns im Verein."


