Roland May - GeneralintendantFoto: Theater
Vorhang bleibt einen Monat geschlossen
Ab Ende Januar legt das Theater Plauen-Zwickau eine mehr als vierwöchige Zwangspause ein
Zwickau/Plauen . Optimal ist das nicht. Das sieht auch Generalintendant Roland May so. Am 25. Januar schließt sich auf der Gewandhausbühne zum letzten Mal der Vorhang, um sich dann erst genau einen Monat später, am 25. Februar, wieder zu öffnen. In den 31 Tagen dazwischen nimmt das komplette Ensemble des Theaters Plauen-Zwickau, das Puppentheater ausgenommen, den Freizeitausgleich, der ihm wegen des aktuellen, im März ausgehandelten Haustarifvertrages zusteht. Nach dessen Buchstaben bekommen die Ensemblemitglieder bekanntlich deutlich weniger Geld je Monat und dafür mehr freie Tage.
Wie in vergangenen Jahren die Bühnensparten einzeln in den verordneten Urlaub zu schicken und so zumindest stabil eine Theater-Grundversorgung zu gewährleisten, sei diesmal nicht möglich gewesen, so May, weil überhaupt erst im August festgestanden habe, wie hoch der Freizeitausgleich für die Bühnenschaffenden ausfällt.
Als weiteres Problem nennt May: Auch die dem Haustarif unterliegenden, in Anlehnung an den Tarif des Öffentlichen Dienstes bezahlten Theatermitarbeiter - Technik, Werkstätten, Verwaltung, etcetera - hätten Anspruch auf Freizeitausgleich, und sobald auch nur eine Bühnensparte das Theater bespielt, müssten diese Mitarbeiter präsent sein - und häuften mithin Überstunden an, so May, der verspricht, die Vorverkaufskasse werde, wenngleich in reduziertem Umfang, auch während der Pause mitten in der Spielzeit geöffnet sein.
Gedanken habe man sich schon über die kommende Spielzeit gemacht und wolle dann das Thema Freizeitausgleich etwas eleganter angehen. Etwa, indem man eine Woche später in die neue Saison startet und sie eine Woche früher beendet. Dann schmelze die Winterpause auf zwei Wochen runter.


