An der neuen Sitzbank auf dem Geiersberg, einer von sieben Erhebungen auf dem Sieben-Hügel-Rundwanderweg, macht die Gruppe Rast.
Foto: Privat
Wanderweg rund um Kirchberg führt über sieben Hügel
Seit der gelungenen Premiere steht fest: Einmal im Jahr wollen Bewohner der Siebenhügelstadt diese auch wirklich abwandern
Kirchberg. Sieben markante Erhebungen rund um Kirchberg gaben der alten Tuchmacherstadt einst den Beinamen Siebenhügelstadt. Es war nur eine Frage der Zeit, wann wanderlustige Zeitgenossen auf die Idee kommen, einen Sieben-Hügel-Rundwanderweg auszutüfteln. Kirchbergs Freie Wähler machten jetzt ernst und setzen pünktlich zum Jubiläum "800 Jahr Kirchberg" das Vorhaben in die Tat um.
Dabei hatten die Wandertüftler die Qual der Wahl. Denn von den "klassischen" sieben Hügeln, die ein Wanderführer des Erzgebirgszweigverein aus dem Jahr 1904 ausweist, sind zwei heute eigentlich nur noch Straßen, nämlich der Täubertsberg und der Sonnenberg. "In der Stadt schwere Ruhebänke für Wanderer aufzustellen, hätte nur wenig Sinn", sagt Stadtrat Roland Büttcher. Stadt und Initiatoren wählten also sieben Hügel aus, die sich als etwa 10 Kilometer langer Rundwanderweg verbinde und ausweisen lassen: Borberg (435 m), Geiersberg (426 m), Kreuzhübel (428 m), Krähenberg (441 m), Quirlsberg (398 m) Kratzberg (478 m), Schießhausberg (440 m). Alle sieben erhielten massive Holzbänke, in deren Lehnen der jeweilige Name des Berges eingeschnitzt wurde. Die Bänke sind in der Holzwerkstatt des Wilkau-Haßlauer Berufsbildungswerkes gebaut worden. Die Stadt hatte das Holz für die Sitzgelegenheiten besorgt, der Bauhof das Aufstellen der Bänke übernommen.
Inzwischen hat die Wandertour über sieben Hügel ihre Feuerprobe bestanden. Eingeladen hatten dazu die Freien Wähler Kirchberg. Deren Vorsitzende Dorothee Obst staunte nicht schlecht, als sich dazu 54 Wanderer am Treffpunkt einfanden. Über Geiersberg, Kreuzhübel und Krähenberg ging es zum Kratzberg, wo Werner Möckel die Gruppe mit Speckfettbrot und Getränken empfing. Dort stellte sich heraus, dass auch zwei Frauen aus Chemnitz und Burgstädt mitliefen, die in der "Freie Presse" von der Tour gelesen hatten. Sie marschierten weiter mit über den Quirlsberg/Ottensberg, Schießhausberg, Sonnenberg und Täubertsberg. Unterwegs wurden alle Bänke zum Probesitzen genutzt. Zurück führte der Weg ins Tal und dann bergauf über den Anton-Günter-Weg zum Gipfel des Borberges. Nach dreieinhalb Stunden und etwas mehr als 10 Kilometern Wanderstrecke erklommen die meisten noch die Stufen des König-Albert-Turmes auf dem Borberg .
Zum Schluss waren sich alle einig: Das schreit nach Wiederholung. Deshalb regten Teilnehmer an, die Wanderung als festen Termin in den Kirchberger Veranstaltungskalender aufzunehmen. Künftig wandern die heimatverbundenen Kirchberger mit interessierten Gästen immer am ersten Maiwochenende über sieben Berge zu den sieben Bänken.
Service Einen Flyer mit Karte und Wegbeschreibung gibt es im Vorraum des Bürgerbüros im Rathaus. Die Karten und Fotos von der Sieben-Hügel-Wanderung gibt's auch im Internet.

