Trasse Die Mitteltrassenbaustelle: Gut zu erkennen ist in der Mitte die gesperrte Lichtentanner Straße und in der unteren Hälfte die Kohlenstraße.

Foto: Ralph Koehler

Zwickau/Lichtentanne: Trassen-Wurm windet sich im Endspurt

Arbeiten für Mitteltrasse nach Werdau verlaufen planmäßig

Zwickau/Lichtentanne. Seit gut einem Jahr ist die Lichtentanner/Brander Straße wegen der Bauarbeiten für die Mitteltrasse gesperrt und bis vor zwei Wochen hatten die Bewohner der Jahnsiedlung in Lichtentanne gehofft, den direkten Weg nach Marienthal ab Juni wieder nutzen zu können. So war es in den städtischen Baustelleninformationen ausgewiesen. Doch daraus wird nichts. Die Straße ist noch bis mindestens Ende September dicht. So lange wird es dauern, bis die künftige Brücke über die Mitteltrasse und der neue Straßenverlauf fertig sind.

Im Landesamt für Straßenbau und Verkehr ist man davon indes nicht überrascht. "Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist für Ende 2012 geplant, sollte die Brander Straße früher für den Verkehr frei gegeben werden können, tun wir das", sagt der Leiter der Zschopauer Behördenniederlassung Michael Stritzke. Von Ende Mai sei nie die Rede gewesen. Die Straßensperrung war von der beauftragten Baufirma aus Leipzig allerdings von Ende Mai 2011 bis Ende Mai 2012 beantragt und sie ist verlängert worden, sagt Heike Reinke von der Zwickauer Rathaus-Pressestelle. Offenkundig handelt es sich also um ein Versehen oder eine Fehleinschätzung der Baufirma.

Der Verkehr zwischen Lichtentanne und Zwickau wird jedenfalls noch bis Jahresende eingeschränkt rollen. Unterdessen geht der Neubau des 4,2 Kilometer langen Abschnittes der Mitteltrasse zwischen der B 173 und der B 175 in Werdau voran. "Es gibt bislang keine Verzögerungen", sagt Michael Stritzke, der mit der Fertigstellung gegen Jahresende rechnet.

Ab Monatsende wird die Kohlenstraße in Höhe der Mitteltrassenbaustelle unterbrochen. Die Umfahrung dieser Schnittstelle ist auf dem Luftbild der Baustelle bereits zu sehen. Künftig wird die Kohlenstraße unmittelbar vor der Brücke über die Eisenbahnlinie an die Mitteltrasse angebunden. Auch diese Anbindung ist bereits zu erkennen. Die Bewohner der Jahnsiedlung können künftig über diesen Knotenpunkt auf die neue Mitteltrasse fahren.

Der Kreisverkehr am Ortseingang von Werdau, wo die neue Straße auf die B 175 stoßen wird, ist bereits fertig. Während sich Zwickau dank der Mitteltrasse wohl über eine Verkehrsentlastung freuen kann, fürchten die Werdauer einen zunehmenden Durchgangsverkehr. Prognosen gehen von einem Plus von 20 Prozent aus.

Michael Stritzke zufolge sind 90 Prozent der Erdarbeiten für den Mitteltrassenabschnitt abgeschlossen, die Brücken seien zu 70 Prozent fertig und beim sogenannten Straßenoberbau ist die Hälfte der Arbeiten geschafft. Die Kosten des Teilabschnittes beziffert der Niederlassungsleiter mit 12,9 Millionen Euro.

 
erschienen am 14.06.2012 ( Von Matthias Behrend )
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