Unter uns
Blog von Manuela Müller - 22.07.2012 - 19:53:47
Urlaub, na endlich
Wie schön hätte der Tag beginnen können, wäre es bei 11.50 Uhr geblieben. Wir hätten ausgeschlafen, gefrühstückt, wären zum Flughafen und von dort in die mallorquinische Sonne geschwebt. Ich würde gerne mal wieder schlafen.
Stattdessen strich Herr Mehdorn den Mittagsflug und stopfte uns in eine Fünf-Uhr-Morgens-Maschine. Seit Herr Mehdorn von der Bahn in den Flugverkehr gewechselt ist, rechnen wir bei seiner Air Berlin mit kleinen Überraschungen.
Ich legte die Kinder in ihren Anziehsachen Schlafen, weil ich eine Idee hatte: Wenn es losgeht, würde ich sie vorsichtig aus dem Bett heben, aufs Klo setzen und ins Auto schnallen. Sie würden nichts merken und bis Nürnberg schlafen.
Marius (4) starrte wie ein Zombie aus dem Autofenster in die Nacht. Jette (2) sang "In der Weihnachtsbäckerei", und ich wartete auf die Wirkung meiner Kopfschmerz-Tablette. "Sind wir jetzt da?" fragte mein Sohn, nachdem wir auf die Autobahn aufgefahren waren. Ich erklärte ihm, dass das noch lange dauere und er ruhig schlafen könne. "Ich bin aber fertig mit schlafen", verkündete er mit Zombie-Blick. "Ich bin auch fertig", erklärte Jette. Ein Uhr nachts fertig. Ich zu meinem Mann: "Oh Gott."
"Oh oh, ich sehe die Landebahn", sagte mein Sohn nach einer Weile. "Das ist ein Rasthof", erkärte ich, und Marius: "Was ist ein Rasthof?" Man kann dort Pause machen, wenn man lange Auto fährt. "Ich will das mal machen."
Nachdem ich 100-mal die Frage gehört hatte, ob wir da seien, waren wir es wirklich. Erst Herr Mehdorn, jetzt seine Handlangerin: "Ihre Koffer sind zu schwer. Einer 900 Gramm, der andere drei Kilo", tönte sie am Check-In-Schalter. Es gibt diese neue Vorschrift, von der wir nichts wussten. Jeder Koffer darf nur 23 Kilo wiegen. "Umpacken oder 50 Euro", tönte die Schalter-Fee.
Im Flieger fluchte ich ein bisschen vor mich hin: Warum habt ihr uns so zeitig bestellt, wenn ihr so bummelt? Wir hätten längst in der Luft sein müssen. Stattdessen bat die Stewardess um Geduld - die Gepäckklappe geht nicht zu, wird aber gebaut, keine Sorge. Wäre nett, wenn mit den anderen Türen alles in Ordnung ist, dachte ich so. Marius: "Spielst du mit Memory?" Morgens um sechs nach schlafloser Nacht Karten-Pärchen suchen. Nee. Denkt Herr Mehdorn eigentlich auch an die Eltern, wenn er solche Spielchen ins Kinder-Geschenktütchen packen lässt? Marius nahm den Spitzer aus der Tüte und die Buntstifte und spitzte und spitzte und spitzte. Macht er gerne.
Auf dem Flughafen von Palma zog ich unseren schwarzen Müllsack vom Kofferband. Wir reisten mit Mülltüte, weil wir ja umpacken sollten. Wir waren die armen Ossis. Die Sonne schien, es war mir egal.
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08:15 Uhr
hans1: Dabei bietet die AirBerlin doch auch für Kinder die Möglichkeit zur kostenlosen Beförderung von einem eigenen Gepäck an.
http://www.airberlin.com/de-DE/site/flug_service_familien.php
Das wären 92kg. Das sollte selbst für mehrere Wochen Urlaub reichen. Und wenn das nicht reicht muss man noch das Handgepäck mit jeweils 6kg ausreizen. Wobei dies nie gemessen wird.
Schönen Urlaub