Einsatz am Hindukusch

Blog von Sirko R. und Tim L. - 27.07.2012 - 15:04:19


Der Einsatz beginnt

Oberleutnant Sirko R. (31) aus Oederan:

Ich bin im Feldlager "Camp Marmal" im Norden Afghanistans, nahe der Stadt Masar-i-Sharif, angekommen und habe mich inzwischen von der langen Reise etwas erholt. Mit drei anderen Kameraden aus Frankenberg wurde ich um zwei Uhr nachts abgeholt und zum Flughafen nach Köln gefahren. Der Flug startete erst 10.30 Uhr, so dass ich nach der fünfstündigen Fahrt und einem fast ebenso langen Schlaf am Flughafen sogar noch Zeit für ein paar Telefonate und E-Mails hatte, bevor es losging. Der Check-In am eigenen Terminal der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung war recht schnell abgeschlossen. Ich reiste auch nur mit wenig Gepäck. Es diente dabei nur zur Überbrückung der ersten Tage. Denn den Großteil meiner Ausrüstung hatte ich bereits vor einigen Wochen nach Afghanistan geschickt.

Im dem Airbus A-310 der Luftwaffe saß ich dann zusammen mit rund 150 deutschen Soldaten, aber auch mit Niederländern, US-Amerikanern und deutschen Polizisten. Sie alle hatten das gleiche Ziel: Afghanistan. Wären nicht der Großteil der Passagiere und auch das gesamte Bordpersonal uniformiert gewesen, hätte man denken können, es handelt sich um einen normalen Linienflug. Ein Flugbegleiter und mehrere seiner Kameradinnen - alles Angehörige der Luftwaffe - sorgten nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung für das leibliche Wohl während des Fluges. Wir bekamen Getränke und es gab auch ein warmes Mittagessen. Der Flug dauerte circa sechs Stunden.

Wir kamen gegen halb fünf deutscher Zeit, beziehungsweise 19.30 Uhr Ortszeit, in Termez, einer Stadt im äußersten Süden Usbekistans - unserem Zwischenziel - an. Im Gegensatz zu dem bewölkten Wetter und den 15 Grad in Köln, hatte der Sommer das zentralasiatische Usbekistan mit sonnigen 34 Grad bereits fest im Griff.

In Termez verbrachten wir die Nacht auf dem dortigen Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr. Nach dem Frühstück ging es dann am nächsten Tag mit dem Transportflugzeug Transall C-160 in Richtung Afghanistan. Der Flug dauerte nur rund zwanzig Minuten. Bei der Landung herrschten 40 Grad.


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Blogger Sirko R.

Oberleutnant Sirko R. gehört der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" aus Frankenberg und Marienberg an. Der Oederaner ist für viereinhalb Monate in Masar-i-Sharif, im Norden Afghanistans stationiert. Sein erster Auslandseinsatz führt den Berufssoldaten damit an einen der gefährlichsten Orte, an dem deutsche Soldaten derzeit Dienst leisten. Arbeiten wird er vor Ort im Bereich Fernmeldewesen, genauer Systemadministration und Computertechnik. Im Blog berichtet er zusammen mit Tim L. von seinen Erlebnissen vor Ort.

 
Blogger Tim L.

Tim L. stammt aus Hohenfichte. Der Hauptgefreite, der Mitglied der Panzergrenadierbrigade 37 ist, ist für sechs Monate in Afghanistan. Der 22-jährige Zeitsoldat gehört einer Aufklärungskompanie an, die im sogenannten Observation Point North untergebracht ist. Von dort aus patrouillieren die deutschen Soldaten auf den wichtigsten Verbindungswegen und Versorgungsstraßen im Norden des Landes. Tim L. ist bei der Bundeswehr Kraftfahrer und wird einen Spähwagen fahren. In seinem Blog berichtet er zusammen mit Sirko R. vom Soldaten-Alltag am Hindukusch.

 
 
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