Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) rechnet mit einem längeren Einsatz der Bundeswehr in Mali.

Foto: Rainer Jensen

De Maizière rechnet mit längerem Mali-Einsatz der Bundeswehr

Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) rechnet damit, dass der Bundeswehreinsatz in Mali länger dauert und die auf ein Jahr befristeten Mandate nicht ausreichen. «Die malische Armee ist in einem schlechten Zustand, sie kann sich kaum in einem Jahr in einen guten Zustand versetzen lassen. Es kann und wird wohl länger dauern», sagte der CDU-Politiker der «Bild am Sonntag».

Der Bundestag hatte am Donnerstag den Einsatz von bis zu 330 deutschen Soldaten in dem westafrikanischen Krisenland beschlossen. Konkret geht es um Missionen zur Ausbildung der malischen Armee und zur logistischen Unterstützung des Kampfeinsatzes gegen islamistische Rebellen. Beide Mandate sind bis Ende Februar 2014 befristet.

Auch wenn die Bundeswehr in Mali sich auf unterstützende Tätigkeiten beschränkt, schließt der Minister nicht aus, dass auch deutsche Soldaten in Gefahr geraten könnten. «Die Sorge um Leib und Leben unserer Soldaten bei allen Einsätzen begleitet uns stets. Und wir müssen die Bedrohungslage - zum Beispiel durch Sprengfallen - immer genau im Blick haben», sagte er. De Maizière wies darauf hin, dass die deutschen Ausbilder von französischen Soldaten geschützt werden.

Bundeswehr zu Mali-Einsatz

 
erschienen am 02.03.2013
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
Kommentare
3
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  • 03.03.2013
    13:58 Uhr

    wuehlmaus: @Schinderhannes, das ist mir aber ganz neu, dass da nur lauter Idealisten in Mali, am Hindukusch oder sonstwo ihr Leben riskieren. Alle, die ich kenne und die freiwillig Soldaten geworden sind, wurden vor allem durch das Geld dahin gelockt. Das ist ja immerhin ein krisenfester Job.
    Ich sehe keinen Grund, darauf stolz zu sein.

    0 0
     
  • 02.03.2013
    16:58 Uhr

    crashy9708: Für diesen Minister und diese militante deutsche Aussenpolitik, die schon mehr Opfer kostete als es Tote an der Mauer gab, würde ich nicht eine Minute mein Leben und meine Seele verkaufen.

    0 1
     
  • 02.03.2013
    10:35 Uhr

    Schinderhannes: Unser Verteidigungsminister Thomas de Maizière und unsere Bevölkerung sollten stolz auf unsere Soldaten sein, was sie im Ausland Gutes für die Menschen tun und präventiv den Frieden (z.B. Kosovo) absichern! Diese Gegensätzlichkeit gibt es nur in unserem Land und vor allem in Ostdeutschland (warum wohl?).
    Die Meinung des derzeitigen Verteidigungsministers ist einfach nur schlimm. So stützt man nicht die Moral unserer Truppe.
    Karl-Theodor zu Guttenberg und Peter Struck standen zu ihrer Truppe. Peter Struck hielt sich in Afghanistan sogar mit unseren Soldaten im Bunker während eines Angriffs auf.

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