Foto: dapd
SPD-Politiker lehnen Debatte über Koalition mit Piraten ab
Landesvorsitzende aus Hessen und Schleswig-Holstein gegen Partnerschaft
München (dapd). Führende SPD-Politiker sind gegen Diskussionen über eine mögliche Koalition mit der Piratenpartei nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr. Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut Vorabbericht: "Wir wollen Rot-Grün. Es bringt nichts, über andere Optionen, zum Beispiel eine Koalition mit den Piraten, nachzudenken."
Ähnlich äußerte sich sein Amtskollege in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner. "Die Frage, ob die Piraten nach der Bundestagswahl 2013 zur Verfügung stehen, stellt sich nicht", sagte er. Das Programm der Piratenpartei bestehe derzeit ausschließlich darin, "anders zu sein als etablierte Parteien".
dapd
20:05 Uhr
hkremss: Glaubwürdigkeit wird vor allem dann verspielt, wenn man vor Wahlen etwas anderes verspricht als man nach Wahlen tut. Siehe Ypsilanti. Schäfer-Gümbel war/ist nicht für eine Koalition mit "die Linke", sondern schließt sie nur nicht aus. Ich denke er ist damit auf dem Holzweg, aber damit weiß man immerhin woran man ist. Darüberhinaus gibt es neben "die Linke" ja weitere Optionen wie die Grünen oder eben die Piraten- irgendwann.
Ihr künstliches Aufblähen der Einzelperson Sarrazin ist reine Polemik.
19:07 Uhr
Matthias1: Der Schäfer-Gimpel war durchaus auch bei denen, die selbstverständlich mit den Linken koalieren wollten: Warum auch nicht. Aber dieses Ausschließen war ein Fehler, den er nun schon wieder macht.
Am Ende freut sich immer die CDU, wenn die SPD sämtliche Koalitionspartner ausgeschlossen hat und schließlich ein Glaubwürdigkeitsproblem bekommt.
Andererseits: Wenn man den neuen Kurs der Sarrazin-SPD berücksichtigt, wenn man bedenkt, dass Nahles dafür streitet, den türkenfeindlichen Sprüchen des Ex-Bundesbänkers in der SPD eine Heimat zu geben, dann glaube ich fast, die nächste Koalition bandelt die SPD mit der NPD an. Mich würde das nicht mehr wundern.
13:48 Uhr
hkremss: Schon wieder off-topic, aber egal: Andrea Ypsilanti hatte eine Zusammenarbeit mit der Linken im Wahlkampf abgelehnt und dann nach der Wahl doch angestrebt. Sowas nennt man Wortbruch. Dafür fand sie in der hessischen SPD keine Mehrheit - zu recht!
12:55 Uhr
Matthias1: Was erzählt dieser Schäfer-Gümbel denn da? Hessens SPD wollte nicht Rot-Grün, sondern Rot-Rot-Grün. Das ist doch auch OK so. Peinlich ist nur, dass er nicht dazu steht.