Kultur

Jungautorin Hegemann relativiert Plagiatsvorwürfe

"Insgesamt eine Seite, ohne sie groß verändern zu müssen, regelrecht abgeschrieben"


Foto: ddp

Berlin (ddp). Die Romanautorin Helene Hegemann hat die Plagiatsvorwürfe zu ihrem Debüt "Axolotl Roadkill" relativiert. "Ich selbst empfinde es nicht als geklaut, weil ich ja das ganze Material in einen völlig anderen und eigenen Kontext eingebaut habe und von vornherein immer damit hausieren gegangen bin, dass eben überhaupt nichts von mir ist", sagte die 17-Jährige der "Berliner Morgenpost" (Dienstagausgabe). Die Entstehung ihres Romans habe "mit der Ablösung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess durch das Recht zum Kopieren und zur Transformation" zu tun.

Sie habe bei der ersten Auflage bemerkt, dass die Danksagungen "total unvollständig" waren und dies für die zweite Auflage ändern lassen. Ihr sei vollkommen klar, "dass der Anspruch der Leute legitim ist, in dem Buch genannt zu werden".

Der Blogger Deef Pirmasens hatte Anfang Februar Parallelen zwischen Passagen aus Hegemanns Buch und dem Roman "Strobo" des Underground-Autoren Airen festgestellt. Nach den aufkommenden Plagiatsvorwürfen räumte Hegemann ein, "insgesamt eine Seite, ohne sie groß verändern zu müssen, regelrecht abgeschrieben" zu haben.

(ddp)


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