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Ausstellung über mythische Amazonen-Kriegerinnen in Speyer
Auf rund 1800 Quadratmeter Fläche werden mehr als Exponate präsentiert
Speyer (ddp-rps). Das mythische Kriegerinnenvolk der Amazonen steht ab Sonntag (5. September) im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Die kulturhistorische Schau unter dem Titel "Amazonen - Geheimnisvolle Kriegerinnen" beleuchte den antiken Mythos und die Rezeption bis in die Gegenwart hinein in allen Facetten, sagte Museumsdirektor Alexander Koch am Donnerstag in Speyer. Auf rund 1800 Quadratmeter Fläche werden mehr als 400 archäologische, historische und literarische Exponate rund um das sagenhafte Frauenvolk präsentiert.
Koch zufolge ist es wissenschaftlich gesichert, dass es kein Amazonenvolk gab. Dennoch sprächen Grabfunde auf einem weitverbreiteten Gebiet für die Existenz antiker Kriegerinnen. Deshalb befasse sich die Ausstellung auch mit der Frage, inwieweit diese Funde den historischen Kern der Amazonensage bilden könnten.
Nach Angaben von Projektleiter Lars Börner zeigt die Ausstellung eine Reihe von Objekten und Exponaten aus Asien und Europa, die nie zuvor in einer Schau vereint zu sehen waren. Dazu gehörten Waffengräber des antiken Volks der Skythen sowie Funde aus dem ältesten bekannten Kriegerinnengrab der Welt.
Die erste schriftliche Erwähnung des Volks der Amazonen findet sich laut Koch beim griechischen Dichter Homer vor nahezu 3000 Jahren. Seitdem habe die "Legende von diesem gleichermaßen schönen wie grausamen Volk die Fantasie der Menschen beflügelt". Deshalb zeige die Ausstellung auch, wie sich das Bild der Amazonen im Laufe der Jahrhunderte verändert habe.
Begleitet wird die Ausstellung, die bis 13. Februar 2011 läuft, von Vorträgen und Vorführungen aus dem Bereich der experimentellen Archäologie sowie von Lesungen, einer Theateraufführung und einer internationalen Fachtagung Mitte Januar.
ddp