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Avantgarde-Fotografie in der Pinakothek der Moderne
Zu sehen ist ein breit gefächertes Spektrum
München (dapd). Avantgarde-Fotografie der 1920er und 30er Jahre präsentiert die Pinakothek der Moderne in München von Ende März an in der Ausstellung "Die neue Wirklichkeit". Neun "stilprägende Protagonisten", darunter Aenne Biermann, Karl Blossfeldt, Florence Henri, Germaine Krull, Albert Renger-Patzsch und August Sander werden jeweils mit einem für ihr Schaffen charakteristischen Werkkomplex vorgestellt, wie die Pinakothek am Donnerstag mitteilte. Zu sehen sei ein breit gefächertes Spektrum von der neusachlichen Objektfotografie, über fotografische Experimente und surrealistisch anmutende Inszenierungen bis hin zur typologischen Studie.
Die Ausstellung bildet den Auftakt für die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde und der Pinakothek der Moderne. Dadurch kann die Abteilung Fotografie und Neue Medien, die sich bislang auf zeitgenössische Fotografie beschränkte, um eine umfassende Kollektion zur fotografischen Moderne erweitert werden.
Ann und Jürgen Wilde begannen Ende der 1960er Jahre, Fotografie zu sammeln. Ihre Sammlung zählt den Angaben zufolge heute weltweit zu einer der bedeutendsten zur Fotografie des frühen 20. Jahrhunderts. In vier Jahrzehnten trugen die Stifter rund 6.000 Originalabzüge und 10.000 Negative zusammen, umfangreiche Archivalien zur Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts und eine mehrere tausend Bände zählende Fachbibliothek. Im vergangenen Jahr ging die Sammlung in die gleichnamige Stiftung über und wird künftig eng mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, insbesondere mit der Pinakothek der Morderne, zusammenarbeiten.
dapd