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"Gólgata Picnic" erhält grünes Licht vom Verwaltungsgericht
Richter erlauben Aufführung von hoch umstrittenem Theaterstück
Hamburg (dapd). Trotz mehrerer Hundert Strafanzeigen darf das Hamburger Thalia-Theater am Montagabend das Theaterstück "Gólgata Picnic" aufführen. Das Verwaltungsgericht der Stadt gab grünes Licht für die Aufführung, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte.
Den öffentlichen Frieden sahen die Richter durch die geplante Aufführung nicht gefährdet. Auch beeinträchtige die Vorstellung nicht die Freiheit des Antragstellers, seinen Glauben als Christ zu praktizieren. Wer wolle, könne der Vorstellung fern bleiben, hieß es.
Außerdem stehe es Religionsgemeinschaften und ihren Mitgliedern frei, sich am "religionsbezogenen gesellschaftlichen Diskurs über das Theaterstück zu beteiligen". Dazu diene etwa das nach der Aufführung vorgesehene Publikumsgespräch, an dem auch der Rektor der Katholischen Akademie teilnehmen sollte.
"Gólgata Picnic" von Rodrigo Garcia wird von vielen Menschen wegen der Verwendung christlicher Symbolik als gotteslästerlich empfunden. Die konservative Pius-Bruderschaft plante eine Mahnwache vor dem Theater.
Laut Polizeisprecher Mirko Streiber nahm die Hamburger Polizei Hunderte Strafanzeigen auf, die sich gegen die Aufführung von "Gólgata Picnic" wandten. Die Erstatter der Anzeigen fühlten sich h in ihren religiösen Gefühlen verletzt.
dapd