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Jonathan Franzen beginnt seine Romane gern in Deutschland
Neues Werk kommt am Freitag in die Läden
Hamburg (dapd). Für Jonathan Franzen ("Die Korrekturen") ist Deutschland eine Inspirationsquelle. "Da ist etwas an Deutschland - vielleicht seine Distanz zu Amerika oder die Ernsthaftigkeit seiner Literatur oder mein Eintauchen in eine Sprache, die ich verstehe, aber in der ich nicht schreibe -, das Anfänge zu erleichtern scheint", sagte der 51-Jährige der Zeitung "Die Welt". So habe er seinen ersten Roman in Berlin begonnen, habe frühe Kapitel seines zweiten Romans in Bayern geschrieben und 2008 wiederum in Berlin "die eigentlichen ersten Seiten des ersten Kapitels" seines neuen Buches "Freiheit".
"Freiheit" wird in Deutschland am Mittwoch veröffentlicht und ist Franzens vierter Roman. Wie bei seinen vorherigen Romanen habe er auch dieses Mal am Anfang das Gefühl gehabt, "noch nie einen geschrieben zu haben - der ganze Prozess muss wiederentdeckt, neu erfunden werden, jedes Mal".
Seit der Veröffentlichung von "Die Korrekturen" sind neun Jahre vergangen, in denen Franzen zwar schrieb, aber nicht vornehmlich an dem Roman. Alle paar Monate sei er aber zu ihm zurückgekehrt "und so lange elend gescheitert, wie ich es aushalten konnte". Die Schwierigkeit bestehe darin, eine Gruppe von Charakteren zu entwickeln, "die ich genug lieben kann, um sie Qualen auszusetzen, die, ohne Liebe, einfach grausam wären". Das lasse sich aus seiner Sicht "nicht anders als durch Versuch und Irrtum lösen: jede Menge fragmentarische Anfänge; jede Menge Notizen". Dieser ganze Prozess sei zwar "grässlich frustrierend, aber ich habe nie herausgefunden, wie es schneller gehen könnte".
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