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Leichter Besucherrückgang in den Staatlichen Museen zu Berlin

Große russisch-deutsche Ausstellung für Berlin und Moskau geplant

Berlin (dapd). Die Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) haben im vergangenen Jahr leichte Einbußen bei den Besucherzahlen hinnehmen müssen. Die 17 Einrichtungen zählten 4,62 Millionen Gäste, im Jahr davor waren es 4,73 Millionen Besucher gewesen, wie Generaldirektor Michael Eissenhauer am Dienstag in Berlin sagte. Das sei aber "kein wirklicher Einbruch", fügte Eissenhauer hinzu.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Hermann Parzinger verwies auf die weltweit beachteten und bestens besuchten Sonderausstellungen auf der Museumsinsel. Allein die Ausstellung "Die geretteten Götter von Tell Halaf" hätten 780.000 Menschen gesehen. Das Bode-Museum sei mit 250.000 Besuchern für "Gesichter der Renaissance" an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die seit Ende September laufende Panoramaschau über Pergamon habe bis zum Jahresende 400.000 Neugierige angelockt.

Ähnliche Erfolge erhoffe sich die SPK für ihre künftigen Vorhaben, sagte Parzinger. Besonders die russisch-deutsche Ausstellung unter der Schirmherrschaft der amtierenden Präsidenten beider Länder dürfte als "herausragendes Museumskooperationsprojekt" große Resonanz erfahren. Die Schau soll zunächst etwa ab Mai im restaurierten Historischen Museum am Roten Platz in Moskau gezeigt werden. Ab Herbst ist sie bis Januar 2013 im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen.

Ebenfalls erfreut zeigte sich Parzinger hinsichtlich der Zusammenarbeit beim Thema Beutekunst. Durch die Auswertung der Listen der Beutekunstkommission sei zumindest der Forschung ein wichtiger Zugang zu den Objekten möglich. Die Listen würden bald an die jeweiligen deutschen Museen als Eigentümer der Kunstwerke übergeben.

Weitere Höhepunkte seien die am 12. Februar beginnende Ausstellung zu Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie und die Schau "Karl Friedrich Schinkel - Geschichte und Poesie" ab September am Kulturforum. In Zusammenarbeit von Alter Nationalgalerie, Gemäldegalerie und Kupferstichkabinett würden ab März anlässlich des Jubiläumsjahres zu Friedrich dem Großen Königs-Bilder des Malers Adolph Menzel präsentiert.

Die Exposition "Amarna. 100 Jahre Nofretete" ab 6. Dezember erinnere an den Tag des Fundes der berühmten Büste im Jahr 1912. Dazu gehöre auch die Präsentation von 3.500 Objekten, die deutsche Archäologen damals im ägyptischen Tell el-Amarna zusätzlich fanden.

dapd

 
erschienen am 07.02.2012
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