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Nolde-Aquarelle in München zu sehen

Zuordnung zu einzelnen Werkphasen gilt als schwierig

München (dapd). Zwei Dutzend selten gezeigte Aquarelle Emil Noldes (1867 bis 1956) sind bis Mitte Mai in der Staatlichen Graphischen Sammlung München in der Pinakothek der Moderne zu sehen. Konservator Andreas Strobl sagte am Mittwoch in München, es sei eine kleine konzentrierte Ausstellung, die aber "doch den ganzen Nolde" beinhalte.

Denn die Aquarellmalerei habe dem Künstler nicht als Studien- oder Skizzenmedium gedient, sondern sei ein eigenständiger Teil seines Werks. Sämtliche Sujets von Noldes Schaffen seien bei den Aquarellen vertreten: Porträts und Figurenkompositionen, Bilder mit Blumen sowie Darstellungen von Landschaften.

Da Nolde die Blätter selbst nicht datierte, ist eine Zuordnung zu seinen einzelnen Werkphasen schwierig. Die Aquarellmalerei des Expressionisten änderte sich über die Jahrzehnte kaum: Charakteristisch für ihn sei, dass er sich selbst "treu geblieben" sei - ohne eine rasante künstlerische Entwicklung, wie sie für andere Künstler der Moderne typisch sei, sagte Stobl.

Für die Aquarelle verwendete Nolde vorwiegend stark saugende Japanpapiere, die das Verlaufen der nass in nass aufgetragenen Farben zusätzlich verstärkte. "Die Papier sind wie getränkt von der Aquarellfarbe", erläuterte Strobl.

dapd

 
erschienen am 16.03.2011
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