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Parzinger verteidigt Eingangsgebäude für Museumsinsel
Kritik zurückgewiesen
Berlin (ddp-bln). Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat Kritik am geplanten Eingangsgebäude zur Museumsinsel zurückgewiesen. "Unsere Gäste sollen ihr Ticket in Zukunft nicht an einem Container auf der gegenüberliegenden Straßenseite kaufen", sagte Parzinger dem "Tagesspiegel". "Auch wollen wir eine Art von Gastlichkeit bieten, wie es diesem Museumsensemble angemessen ist: mit Café, Restaurant, mit Medien- und Informationsraum und mit einem Shop." Auch sollten Sonderschauen nicht länger auf Kosten von Dauerausstellungen gehen.
Auf die Kritik an der Dimension des 104 Meter langen und fast 20 Meter hohen Gebäudes erwiderte der Stiftungspräsident, die James-Simon-Galerie werde Raum für Serviceeinrichtungen bieten "und mit der Architektur von David Chipperfield eine neue Aufenthaltsqualität erzeugen".
Die Grundsteinlegung für das Eingangsgebäude ist für den Herbst und die Eröffnung im Jahr 2013 vorgesehen. Der einzige Neubau auf der Museumsinsel wird mit Gastronomie und Räumen für Veranstaltungen und Ausstellungen der zentrale Empfangsort sein. Auf der 1999 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommenen Museumsinsel sind seit vergangenem Oktober seit der kriegsbedingten Schließung der Häuser 1939 alle fünf Museen zugänglich. Zu dem Ensemble gehören die Alte Nationalgalerie, das Pergamonmuseum, das Alte Museum, das Neue Museum und das Bode-Museum.
(ddp)