Foto: dapd

Richard-Wagner-Jubläum 2013

Berlin (dapd). In Leipzig und Bayreuth laufen die Vorbereitungen zum Richard-Wagner-Jahr 2013 auf Hochtouren. Im Jahr des 200. Geburtstags sowie des 130. Todestags des Komponisten wollen seine Geburtsstadt Leipzig und die Stadt seiner größten Erfolge, Bayreuth, erstmals für ein großes Festprogramm kooperieren. So sind Aufführungen von Wagners selten gespielten Frühwerken "Rienzi", "Die Feen" und "Das Liebesverbot" am Opernhaus in Leipzig und in der Bayreuther Oberfrankenhalle geplant.

"Das Programm zum Wagner-Jahr 2013 ist gezielt darauf ausgerichtet, auch junge Leute einzubeziehen", sagte die Leiterin der Bayreuther Festspiele und Urenkelin des Komponisten, Katharina Wagner, am Donnerstag in Berlin. Richard Wagner selbst hatte verfügt, dass seine Frühwerke nicht im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel aufgeführt werden sollen.

Bereits im Februar 2013 beginnt der Aufführungszyklus der Wagner-Frühwerke. Am Leipziger Opernhaus hat dann "Die Feen" unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor und Intendant Ulf Schirmer Premiere. Es folgen am 7. Juli "Rienzi, der letzte der Tribunen" mit Dirigent Christian Thielemann sowie am 8. Juli "Das Liebesverbot" unter der musikalischen Leitung von Constantin Trinks in der Oberfrankenhalle Bayreuth.

Im Juli werden ebenfalls "Die Feen" in Bayreuth konzertant aufgeführt und "Das Liebesverbot" geht anschließend an das Leipziger Opernhaus. Musikalisch werden alle Aufführungen vom Gewandhausorchester Leipzig gestaltet.

Am Geburtstag des Komponisten, dem 22. Mai, wird der besonders als Wagner-Dirigent berühmt gewordene Thielemann mit dem Orchester der Bayreuther Festspiele und bekannten Solisten das Geburtstagskonzert im Bayreuther Festspielhaus gestalten. Im Anschluss daran wird es eine große Geburtstagsfeier geben.

Daneben wird Leipzig zu Wagner-Festtagen einladen, die mit Ausstellungen und historischen Veranstaltungen an den großen Sohn der Stadt erinnern, wie Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte. Damit wolle die sächsische Metropole neben ihren großen Musikern Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann auch Richard Wagner wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.

Als Wagner-Programm speziell für ein junges Publikum ist das Projekt "Wagner goes Rap" gedacht. Jugendliche ab der 8. Jahrgangsstufe sind aufgerufen, einen selbst auszuwählenden Textabschnitt aus einem Wagner-Libretto in Form eines Raps zu gestalten, wie Katharina Wagner sagte. Die Oper Leipzig habe zudem ein Wagner-Musical in Auftrag gegeben, das Geschichten über Wagner, allerdings ohne seine Musik, erzähle, sagte Dirigent Ulf Schirmer.

dapd

 
erschienen am 27.10.2011
© Copyright dapd Nachrichtenagentur GmbH
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern  
 
Videos