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Rund 20 Regalmeter mit Bühnen- und Szenenbildentwürfen
Akademie der Künste eröffnet Jan-Schlubach-Archiv
Berlin (dapd). Die Akademie der Künste Berlin stellt den künstlerischen Nachlass des Bühnenbildners und Szenografen Jan Schlubach der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Jan-Schlubach-Archiv umfasst rund 20 Regalmeter mit Bühnen- und Szenenbildentwürfen von über 70 Filmproduktionen und auch nicht realisierten Projekten Schlubachs, wie die Akademie der Künste am Donnerstag mitteilte. Weiterer Bestandteil der Sammlung sind Korrespondenzen mit Stanley Kubrick, Heinz Hilpert, Rudolf Noelte, Gustaf Gründgens, Brigitte Horney, Volker Schlöndorff und anderen Künstlern.
Schlubach, der 1920 in Den Haag geboren wurde und 2006 in Berlin starb, arbeitete zunächst als Bühnenbildner an verschiedenen Münchner Bühnen. 1948 begann eine langjährige künstlerische Partnerschaft mit dem Intendanten und Regisseur Heinz Hilpert mit über 70 gemeinsamen Inszenierungen, erst in Konstanz und von 1950 bis 1959 am Deutschen Theater in Göttingen. 1959 verließ Schlubach Göttingen und arbeitete an Theatern und Opern in Berlin, Hamburg und Köln.
Seit den 1970er Jahren war er international für Kino, Fernsehen und Bühne tätig, etwa für "Die Unerreichbare" von Krzysztof Zanussi oder "James Bond 007 - Octopussy". Ein Höhepunkt seiner Karriere war die langjährige Zusammenarbeit mit Stanley Kubrick, unter anderem bei Filmen wie "Barry Lyndon" und "The Shining". Schlubach war seit 2000 Mitglied der Akademie der Künste und stiftete das Alfred-Hirschmeier-Stipendium der Akademie für junge Filmszenografen.
dapd