Foto: ddp

Rund 900 Vorschläge für das "Unwort des Jahres 2009"

Die Entscheidung wird am 19. Januar bekanntgegeben

Frankfurt/Main (ddp-hes). Für die Wahl zum "Unwort des Jahres 2009" liegen der Jury etwa 800 bis 900 verschiedene Vorschläge vor. Besonders häufig seien beispielsweise die Worte "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" und "Schweinegrippe" genannt worden, sagte der Sprecher der Jury, Horst Dieter Schlosser, am Montag in Frankfurt am Main auf ddp-Anfrage. Unter den Einsendungen seien auch beschönigende Worte wie "Humanmaterial" (für menschliche Überreste). Schlossers Aussagen zufolge ist sein "heimlicher Favorit" indes der Ausdruck "betriebsratsverseuchter Mitarbeiter", den eine Baumarktkette verwendet habe.

Ende der Woche berate die mit vier Sprachwissenschaftlern, einem Sozialethiker und einem Journalisten besetze Jury über das "Unwort des Jahres 2009", sagte Schlosser. Die Entscheidung wird am 19. Januar bekanntgegeben.

Seit 19 Jahren sucht eine Jury um den Frankfurter Linguistik-Professor Schlosser "sprachliche Missgriffe in der öffentlichen Kommunikation, die besonders negativ aufgefallen sind". In den zurückliegenden Jahren wurden unter anderen "notleidende Banken" (2008), "Gotteskrieger" (2001), "Rentnerschwemme" (1996) und "ausländerfrei" (1991) gekürt.

(unwortdesjahres.org)

(ddp)

 
erschienen am 11.01.2010
© Copyright dapd Nachrichtenagentur GmbH
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern  
 
Videos