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Schiefer Kirchturm soll mit Stahlbetonmanschette gestützt werden
Rettungskonzept soll bis zum 30. Juni geprüft werden
Bad Frankenhausen (dapd). Das Rettungskonzept für den schiefen Kirchturm von Bad Frankenhausen steht. Eine innere und äußere Manschette aus Stahlbeton sowie zwei 20 Meter lange Stützbalken sollen den Turm dauerhaft und robust stützen, wie Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) am Donnerstag erklärte. Er sprach von einem "wichtigen Tag, auf den wir seit Monaten gewartet haben".
Das Rettungskonzept soll bis zum 30. Juni geprüft und der Bauaufsicht des Kyffhäuserkreises vorgelegt werden. Sollte sie grünes Licht geben, soll die Sanierung nach Angaben der ausführenden Tiefbaufirma in drei bis fünf Jahren erledigt werden. Die Gesamtkosten beliefen sich laut Strejc auf 1,7 Millionen Euro. Nach Abzug der bereits geflossenen Fördergelder wären somit noch 800.000 Euro für die Rettung des Turmes notwendig.
Auf das zu Jahresbeginn eingerichtete Spendenkonto sind Strejc zufolge bislang etwa 57.000 Euro geflossen. Eine private Stiftung habe zudem eine Spende von 50.000 Euro zugesagt, sollte die Gesamtfinanzierung stehen. Um die notwendige Restsumme zur Sanierung aufzubringen, würden jetzt auch Förderanträge an das Land Thüringen vorbereitet. Ebenso wolle man mit der Kirche sprechen, um die Stadt zum Eigentümer des Gebäudes zu machen.
Der 56 Meter hohe Kirchturm von Bad Frankenhausen gilt mit einer Neigung von 4,5 Metern als höchster schiefer Kirchturm der Welt. Das Rettungskonzept war notwendig geworden, da die Kirche als Eigentümer nicht länger bereit war, Geld für die Sanierung zur Verfügung zu stellen.
dapd