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Wie eine Wiedergeburt
Neue Nationalgalerie präsentiert wieder ihre eigene Sammlung
Berlin (ddp-bln). Nach langer Lagerung im Depot präsentiert die Neue Nationalgalerie ab Freitag (12. März) wieder ihre eigene Sammlung im Mies van der Rohe-Bau am Potsdamer Platz. Die aktuelle Schau komme der "Wiedergeburt einer Sammlung" gleich, sagte der Direktor der Nationalgalerie, Udo Kittelmann, bei der Vorbesichtigung am Mittwoch. Ein Museum positioniere sich "vor allem durch seine Sammlung". Wechselausstellungen seien "immer nur das etwas mehr".
Die Schau mit dem Titel "Moderne Zeiten. Die Sammlung. 1900-1945" zeigt den reichen und hochkarätigen Sammlungsbestand zur Klassischen Moderne der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Nationalgalerie. Dazu gehören Hauptwerke aus Expressionismus, Dadaismus, Neuer Sachlichkeit, Bauhaus-Kunst und Surrealismus. Das Spektrum reicht von dem monumentalen Fries, den Edvard Munch 1906/07 für die Berliner Kammerspiele malte, über Ernst Ludwig Kirchners Hauptwerk "Potsdamer Platz" von 1914 bis hin zu den "Zwei Schwestern" von Fernand Léger von 1935.
Durch den nationalsozialistischen Bildersturm verlor die Nationalgalerie Kittelmann zufolge über 500 Kunstwerke. In der aktuellen Schau erinnern Fotografien an ausgewählte Hauptwerke, die ehemals zum Bestand der Nationalgalerie gehörten.
Der Gang durch die Sammlung folgt den Angaben zufolge nicht streng der Chronologie, sondern wechselt zwischen Künstler-, Themen- und Zeiträumen. Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann und Rudolf Belling werden in Einzelräumen gewürdigt.
"Moderne Zeiten" ist eine auf zwei Teile angelegte Präsentation der Sammlungsbestände der Nationalgalerie zum 20. Jahrhundert. Im Anschluss an die Klassische Moderne werden ab Herbst 2011 Werke aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gezeigt. Insgesamt soll die Sammlung nun eineinhalb Jahre im Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie zu sehen sein.
(ddp)