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Hacker legen israelische Internetseiten lahm
Angriffe auf Online-Präsenzen der Börse und der Fluglinie El Al -
Jerusalem (dapd). Unbekannte Hacker haben in Israel am Montag die Websites der Börse und der Fluggesellschaft El Al vorübergehend lahmgelegt. Die Cyberangriffe führten zu erheblichen Störungen der jeweiligen Internetauftritte. Der Aktienhandel selbst sowie der Flugverkehr waren allerdings nicht beeinträchtigt. Als Urheber der Attacken wurden Mitglieder eines Netzwerks aus Saudi-Arabien vermutet, das sich seit Jahresbeginn einen regelrechten Cyberkrieg mit Hackern aus Israel liefert.
Wie eine Sprecherin der Börse in Tel Aviv mitteilte, wurde der Internetauftritt am Montag durch eine Flut elektronischer Anfragen vorübergehend überlastet. Ein Zugriff sei jedoch weiter möglich gewesen. Der Wertpapierhandel war ihren Angaben zufolge nicht beeinträchtigt. Die israelische Fluglinie El Al nahm ihre Website offline, nachdem ein Hacker mit dem Pseudonym OxOmar einen Angriff angekündigt hatte.
Die Attacken gelten als weitere Verschärfung eines Cyberkriegs zwischen israelischen und arabischen Hackern. Anfang Januar hatte ein bekanntes saudiarabisches Netzwerk namens group-xp erklärt, es habe sich Zugang zu den Kreditkartenkonten von 400.000 Israelis verschafft. Nach israelischen Angaben wurden 15.000 Konten gehackt. Die Spur führte nach Angaben eines israelischen Hackers zu einem 19-Jährigen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der in Mexiko studiert.
Einige Tage später veröffentlichte ein Hacker, der sich als 19-jähriger Saudiaraber mit dem Pseudonym OxOmar ausgab, Kreditkarten- und andere Informationen von 6.000 Israelis im Internet. Offenbar als Vergeltung veröffentlichte kurz darauf ein israelischer Hacker im Internet Daten von hunderten Saudiarabern, Ägyptern, Syrern und weiteren Personen.
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