Foto: dapd

Mutter soll ihren todkranken Sohn verhungert haben lassen

Auch Ermittlungsverfahren gegen Jugendamt eingeleitet

Mannheim (dapd-bwb). Wegen mutmaßlicher Tötung ihres schwerkranken Sohnes steht ab heute (3. Februar) eine Frau in Mannheim vor Gericht. Der 30-Jährigen werden versuchter Totschlag und Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen vorgeworfen. Die Mutter soll ihren schwerkranken Sohn wochenlang nichts mehr zu essen gegeben haben. Der neun Jahre alte Junge litt an einer unheilbaren Erbkrankheit und starb 2010 an den Folgen der Mangelernährung.

Nach Ansicht der Anklage hatte die Frau im Januar 2010 den Entschluss gefasst, ihren Sohn in ihrer Wohnung sterben zu lassen, damit er nicht länger seinem Siechtum ausgesetzt sei. Wie die Staatsanwaltschaft in Mannheim am Donnerstag auf dapd-Anfrage sagte, wurde auch ein Ermittlungsverfahren gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamtes eingeleitet. Die Familie war von der Behörde betreut worden.

dapd

 
erschienen am 03.02.2012
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