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Strauss-Kahn nach Verhör zur Callgirl-Affäre freigelassen

Dem früheren IWF-Chef wird Beihilfe zur Zuhälterei und Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen

Paris (dapd). Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist am Mittwoch in Lille nach einem zweitägigen Verhör zur sogenannten Callgirl-Affäre freigelassen worden. Aus juristischen Kreisen verlautete, der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds werde kommenden Monat erneut vor drei Untersuchungsrichter zitiert. Dann werde entschieden, ob genügend Beweise für eine Anklageerhebung vorliegen.

Bei den Ermittlungen zum mutmaßlichen Prostitutionsring, in den Polizisten und Beamte verwickelt sein sollen, wurden auch Prostituierte befragt. Sie gaben an, in den Jahren 2010 und 2011 Sex mit Strauss-Kahn gehabt zu haben. Strauss-Kahn wird Beihilfe zur Zuhälterei und Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Bis zum vergangenen Mai galt er als einer der aussichtsreichsten Herausforderer von Staatspräsident Nicholas Sarkozy. Doch seine politische Karriere wurde von einem Vergewaltigungsvorwurf in New York zum Entgleisen gebracht. Er trat als IWF-Direktor zurück.

Die Vorwürfe wegen des Vorfalls in einem Luxushotel wurden von den US-Behörden später fallen gelassen und Strauss-Kahn die Ausreise nach Frankreich erlaubt.

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erschienen am 22.02.2012
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