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Zahl der Verkehrstoten 2011 deutlich gestiegen
Erstes Plus seit 20 Jahren
Berlin (dapd). Die Zahl des Verkehrstoten in Deutschland ist 2011 erstmals seit 20 Jahren wieder gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen voraussichtlich 3.910 Menschen bei Unfällen ums Leben, wie der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag für die DPolG-Magazin "Polizeispiegel" schrieb. Das waren 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 2010 waren 3.657 Menschen im Straßenverkehr getötet worden, so wenige wie nie zuvor. Die offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes werden am Freitag vorgestellt.
Wendt forderte, die Politik müsse durch gesetzliche Maßnahmen die Verkehrsüberwachung unterstützen. "Es darf nicht weiter so sein, dass Tausende Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung damit beschäftigt sind, nach Kennzeichenanzeigen den tatsächlichen Fahrer zu ermitteln, weil sich der Halter mit der Behauptung herausredet, nicht gefahren zu sein", betonte er und fügte hinzu: "Wer als Halter den Fahrer nicht nennt, soll selbst zahlen (Halterhaftung)." Mit diesem Vorgehen seien andere EU-Länder sehr erfolgreich. Zudem müssten die Geschwindigkeitskontrollen auf Landstraßen drastisch ausgeweitet werden. Dort seien mit Abstand die meisten Unfalltoten (bundesweit etwa 60 Prozent) zu beklagen.
dapd