23-Jähriger schließt über hundert falsche Handy-Verträge abFoto: dapd/Archiv
23-Jähriger schließt über hundert falsche Handy-Verträge ab
Polizei geht von mindestens 60.000 Euro Schaden aus
Annaberg-Buchholz/Chemnitz. Um günstig an Handys, I-Pads und Computertechnik zu gelangen, die er später teuer weiterverkaufte, soll ein 23-Jähriger über 121 Mobilfunkverträge abgeschlossen haben. Dies teilte die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge am Freitag mit. Die Beamten nahmen den jungen Mann am 14. September fest. Sie werfen ihm vor, online diverse Handyverträge mit falschen Personalangaben abgeschlossen und den monatlichen Grundpreis der Telefonverträge nicht bezahlt zu haben. Die Zustellung der Paketsendungen soll der Tatverdächtige so organisiert haben, dass die Päckchen von zwei ihm bekannten Personen in Annaberg-Buchholz entgegengenommen wurden, die diese an ihn weitergaben.
Nachdem im Oktober 2010 eine Anzeige eines Handyshopbesitzers, dem Unregelmäßigkeiten bei online abgeschlossenen Mobilfunkverträgen aufgefallen waren, im Polizeirevier einging, begann die Chemnitzer Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen. Am 14. September konnte der 23-Jährige schließlich festgenommen werden. Ihm werden gewerbsmäßiger Betrug und Urkundenfälschnug zur Last gelegt. Während der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher. Dem jungen Mann konnten bisher mindestens 121 Einzeltaten zugeordnet werden, so die Polizei. Diese Zahl dürfte sich aber noch erhöhen, da die Auswertung der sichergestellten PC-Technik noch nicht abgeschlossen ist. Der bis jetzt entstandene Schaden beläuft sich insgesamt auf mindestens 60.000 Euro. Der 23-Jährige hat inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt. (fp)