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30 Prozent mehr Zugreisende nach Tschechien und Polen
Satte Steigerung auch auf umstrittener Wroclaw-Linie
Dresden (dapd-lsc). Die Regionalzüge zwischen Sachsen und den Nachbarländern Polen und Tschechien werden zusehends mehr genutzt. Im vergangenen Jahr nutzten 226.000 Fahrgäste die grenzüberschreitenden Nahverkehrszüge, wie die Deutsche Bahn am Mittwoch mitteilte. Das entspreche im Vorjahresvergleich einem Anstieg um knapp 30 Prozent.
Steigerungen gab es auch auf der Linie Dresden-Wroclaw. Zwischen Görlitz und dem polnischen Zgorzelec wurden den Angaben zufolge 59.600 Fahrgäste gezählt, fast 4.700 mehr als 2010. Trotzdem stand diese Linie auf der Kippe, weil die Bahn weiterhin Steuergelder des Freistaates Sachsen als Zuschuss forderte. Nach monatelangen Verhandlungen war in letzter Minute eine Einigung erzielt worden, Sachsen unterstützt den Betrieb im laufenden Fahrplanjahr weiter.
Auf der Linie Dresden-Zittau-Liberec/Tanvald in Tschechien wurden 2011 gut 51.000 Reisende gezählt. Das seien fast 7.000 mehr gewesen als 2010, hieß es. Zwischen Bad Schandau und Decin wurden gut 107.000 Fahrgäste registriert, das entspricht einem Zuwachs um 38.000. In der Adventszeit setzte die Tschechische Bahn zusätzliche Züge zwischen Usti nad Labem und Dresden ein, in denen Tausende Einkaufstouristen in die sächsische Landeshauptstadt reisten.
Mit 7.600 Fahrgästen blieb die Reisendenzahl des sogenannten Wander-Expresses Bohemica nahezu unverändert. In diesem Jahr wird diese saisonale Verbindung zwischen 31. März und 31. Oktober angeboten. Die Züge fahren wieder an Wochenenden und sächsischen Feiertagen zwischen Dresden und Litomerice.
Zusätzlich zu den Regionalzügen verkehren von Sachsen nach Tschechien auch Eurocitys der Linie Berlin-Prag im Zweistunden-Takt. Im Vogtland gibt es zudem zwei Verbindungen der Vogtlandbahn nach Tschechien sowie im Erzgebirge zwei der Erzgebirgsbahn.
dapd