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80.000 Sachsen erhalten Lebensmittel von Tafel-Vereinen
Vereine suchen Unterstützung bei Versorgung Älterer und Kranker
Dresden (dapd-lsc). In Sachsen haben 2011 bis zu 80.000 Menschen die Hilfe der örtlichen Tafel-Vereine in Anspruch genommen. Die Zahl derer, die kostenlose oder verbilligte Lebensmittel beziehen, sei im Vergleich zum Jahr davor etwa gleich geblieben, sagte Edith Franke, Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Tafeln, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Im Freistaat geben zahlreiche Tafel-Vereine gespendete und noch einwandfreie Lebensmittel an Bedürftige weiter. Sie stammen zumeist von Handelsketten, Großmärkten oder Bäckereien.
Franke sagte, mehr und mehr Bürger könnten jedoch aus gesundheitlichen oder Altersgründen nicht mehr selbst zu den Ausgabestellen kommen. Deshalb sei etwa die Dresdner Tafel auf der Suche nach Unterstützung: "Um die Menschen mit Hilfspaketen zu beliefern, benötigen wir Verteiler, die unsere Pakete weiter transportieren." Die vorhandenen Fahrzeuge seien oft restlos verplant. Hausanlieferungen seien daher ein logistisches Problem.
Die Zahl der Tafeln im Freistaat ist 2011 konstant geblieben: 35 Vereine gaben gespendete Lebensmittel an Bedürftige weiter, kostenlos oder zu einem symbolischen Preis. Die Waren stammen von überregionalen Herstellern, aus den Supermärkten vor Ort oder von Bäckereien. Franke zeigte sich zufrieden mit der Menge der gespendeten Nahrungsmittel. Besonders in der Weihnachtszeit sei die Unterstützung der Tafeln sehr groß gewesen: "Viele Händler bieten uns Ware an, die großen Ketten machen Aktionen, wir bekommen Geldspenden oder auch Stricksachen etwa für Kinder." Dafür seien die Vereine sehr dankbar.
Franke forderte zugleich mehr Unerstützung von Seiten des Freistaats. Soziale Arbeit brauche Kontinuität, die Förderung des Ehrenamts in Sachsen nehme aber eher ab.
dapd