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Aids-Hilfen fordern Unterstützung für Ehrenamtliche
140 Menschen arbeiten ehrenamtlich in für die Aids-Hilfe in Sachsen - Anhörung im Landtag in Dresden
Dresden (dapd-lsc). Sachsens Aids-Hilfe-Vereine fordern mehr finanzielle Unterstützung für ihre ehrenamtlichen Helfer. Ein großer Teil dieser Mitarbeiter erhalte bislang keine Aufwandsentschädigung, sagte Sandra Gödicke von der Aids-Hilfe Leipzig am Montag bei einer öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Landtags in Dresden. Sie verwies darauf, dass ohne die ehrenamtlichen Helfer viele Präventions-Angebote gar nicht zu realisieren wären. Landesweit unterstützen den Angaben zufolge rund 140 Menschen ehrenamtlich die Arbeit der vier Vereine im Freistaat.
Gödicke sagte, bei der Projektförderung stehe immer weniger Geld zur Verfügung, die Bürokratie nehme aber zu. Der Leiter der Dresdner Aids-Hilfe, Uwe Tüffers, berichtete, im Vergleich zu Thüringen und Sachsen-Anhalt, wo massiv gekürzt worden sei, sei die finanzielle Lage der Vereine in Sachsen noch "relativ stabil". Allerdings seien die Pauschalen für die freien Träger in diesem Bereich seit Jahren nicht erhöht worden. Auch werde es immer schwerer, Spenden einzuwerben.
Eine Vertreterin der Aids-Hilfe Westsachsen sagte in der Anhörung, Aufklärung sei weiter dringend nötig. Mit den wenigen Mitarbeitern seien flächendeckende Angebote aber kaum möglich.
Nach Angaben der sächsischen Gesundheitsbehörden rechnet das Robert-Koch-Institut für 2011 mit rund 90 HIV-Neuinfektionen im Freistaat, nachdem 2010 rund 117 registriert worden waren. Die Anhörung war von den Grünen und den Linken im Landtag beantragt worden.
dapd