Dieser Parkplatz in Chemnitz stand komplett unter Wasser. Dieser Parkplatz in Chemnitz stand komplett unter Wasser.

Foto: Härtelpress

Als die Flut wieder kam

Vor einem Jahr starben vier Menschen in Sachsen im Hochwasser

Dresden/Chemnitz. Damit hatte niemand gerechnet. Nur acht Jahre nach dem sogenannten Jahrhunderthochwasser 2002 werden sächsische Städte und Dörfer im August 2010 erneut von gewaltigen Flutwellen überschwemmt. Es sind vor allem kleinere Flüsse und Bäche, die nach starken Regenfällen mehrere Meter hoch anschwellen und sintflutartig über Städte und Dörfer vor allem in Ostsachsen und im Erzgebirge hereinbrechen. In Neukirchen bei Chemnitz ertrinken drei Rentner, weil sie von den Wassermassen überrascht werden. Insgesamt kostet das August-Hochwasser vier Menschen das Leben.

Auch die zweite Flut binnen eines Jahrzehnts traf die Sachsen hart. Noch am 4. August 2010 hatte Umweltminister Frank Kupfer (CDU) angekündigt, dass bis 2015 eine Milliarde Euro in den Hochwasserschutz fließen werden. Damit wäre etwa die Hälfte des nach der Flutkatastrophe von 2002 geschätzten Bedarfs abgedeckt, erklärte der Minister damals in Flöha bei Chemnitz. Beim Hochwasserschutz handele es sich um eine Generationenaufgabe, die bis 2030 und darüber hinaus bewältigt werden müsse.

 
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erschienen am 01.08.2011
 
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