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Auer Einheitsdenkmal soll an schwieriges Zusammenwachsen erinnern
Kraus: "Wir wollten kein reines Denkmal für die friedliche Revolution in der DDR"
Aue (dapd-lsc). Die Stadt Aue erhält nach Plauen als zweite sächsische Stadt ein Einheitsdenkmal. Mit der fast fünf Meter hohe Plastik aus Edelstahl solle an den Mut der Menschen in der ehemaligen Industriestadt vor 22 Jahren erinnert werden, sagte der ehemalige Landrat und Denkmal-Initiator Heinz-Günter Kraus der Nachrichtenagentur dapd. Zwei ineinander verschlungene Edelstahlstreben, die das Denkmal bilden, sollen zudem das komplizierte Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten symbolisieren, sagte Kraus.
"Wir wollten kein reines Denkmal für die friedliche Revolution in der DDR, sondern auch den späteren Demokratisierungsprozess und das manchmal sehr wechselhafte Zusammenwachsen mit den alten Bundesländern darstellen", sagte Kraus. Das Denkmal, das von einer Mauer und mehreren Sitzgelegenheiten umsäumt wird, solle zudem ein Treffpunkt der unterschiedlichen Generationen werden. "Menschen, die die Wende erlebt haben, können ihren Kindern und Enkeln an dieser Stelle von jener Zeit berichten, die vor allem für Jüngere längst Geschichte ist", sagte Kraus.
Während in Plauen, wo im Herbst 1989 die ersten Montagsdemonstrationen der DDR stattfanden, im vergangenen Jahr das erste Einheitsdenkmal in Sachsen errichtet wurde, habe man sich in Aue spontan für ein solches Monument entschieden, sagte Kraus. "Ursprünglich war geplant, die Protagonisten der Wende in das Goldene Buch der Stadt einzutragen. Allerdings erschien uns die Gefahr zu groß, dass jemand vergessen wird", sagte Kraus. Binnen eines Jahres lag ein Entwurf des Künstler und ehemaligen Stadtarchitekt von Aue, Wolfgang Unger, vor. Am Freitag erfolgte der erste Spatenstich für das 35.000 Euro teure Denkmal. Ein genauer Einweihungstermin steht nach Angaben von Kraus noch nicht fest.
dapd