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Bauruine in Leipzig soll über Bebauungsplan verschwinden
Grundstückseigner lässt Gelände brachliegen
Leipzig (dapd-lsc). Eine im Zentrum Leipzigs gelegene Bauruine will die Stadt jetzt mithilfe eines Bebauungsplans loswerden. "Wir wollen für den Burgplatz einen Bebauungsplan aufstellen, der die Einrichtung eines öffentlichen Platzes vorsieht", sagte Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) am Dienstag vor Journalisten in Leipzig. Der Eigentümer der rund einen halben Hektar großen Fläche im Herzen Leipzigs lasse nicht erkennen, dass er sein Bauvorhaben tatsächlich umsetzen wolle.
Das Londoner Unternehmen hatte geplant, ein Geschäftszentrum mit Hotel, Geschäften und einer Tiefgarage zu errichten. Die Baugrube dafür wurde vor über zehn Jahren ausgehoben und liegt seither brach. "Wir haben den Grundstückseigner im April vergangenen Jahres noch einmal angeschrieben, worauf er aber nicht reagiert hat", erklärte zur Nedden.
Nun wolle die Stadt zumindest erreichen, dass die Baugrube schnellstmöglich verfüllt wird. Allerdings wird es nach den Angaben zur Neddens noch mindestens ein Jahr dauern, bis die Planungen stehen. Und selbst dann ist noch nicht sicher, dass die Vorstellungen der Stadt auch umgesetzt werden können, da der Eigentümer sich mit Rechtsmitteln zur Wehr setzen könnte.
Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Leipziger Stadtrat, René Hobusch, begrüßt die geplante Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Burgplatz. "Damit gibt es reelle Chancen, dass die Baugrube endlich verschwindet und der Platz entwickelt werden kann", erklärte er. Es komme nun darauf an, mit Bedacht die nächsten Schritte zu gehen. "Rechtssicherheit muss dabei das oberste Gebot sein", forderte Hobusch. Um das sicherzustellen, hat sich die Stadt von einer auf Baurecht spezialisierte Kanzlei beraten lassen, wie zur Nedden sagte.
dapd