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Bayern und Sachsen wollen Elektromobilität voranbringen
Seehofer und Tillich stellen in München gemeinsame Bewerbung vor
München (dapd-lsc). Bayern und Sachsen wollen gemeinsam den neuen Technologien auf Deutschlands Straßen zum Durchbruch verhelfen. Die Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und Stanislaw Tillich (CDU) stellten am Montag in München die Bewerbung der beiden Freistaaten beim Bund als "Schaufenster der Elektromobilität" vor. Seehofer betonte, Ziel seien unter anderem "250.000 Elektrofahrzeuge bis 2020".
Tillich verwies darauf, dass Sachsen und Bayern schon heute "die Vorreiter bei der Elektromobilität" seien. Er fügte hinzu: "Mit dem 'Schaufenster Elektromobilität' können unsere Freistaaten zu Leitregionen werden." Dazu nutze man Synergien aus Industrie und Forschung. Sie könnten "die Elektromobilität noch schneller alltagstauglich machen - zum Vorteil von Mensch und Natur".
Der Förderumfang des "Schaufensters Elektromobilität" durch den Bund beträgt bundesweit 180 Millionen Euro. Weitere Mittel sollen von Ländern, Kommunen und den Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft hinzukommen. Es geht unter anderem um Autos mit Elektroantrieb.
Seehofer sagte: "Mit Bayern und Sachsen gehen zwei starke Bundesländer zusammen mit Spitzenunternehmen Hand in Hand den Weg für Elektromobilität in Stadt und Land." Die bayerisch-sächsische Zusammenarbeit gehe jedoch weit über die Elektromobilität hinaus. Der bayerische Ministerpräsident fügte hinzu: "Wir wollen einen engen Schulterschluss nicht nur bei den Technologien der Zukunft wie der Elektromobilität, sondern auch in weiteren Bereichen von Wissenschaft und Forschung."
Seehofer kündigte an, am 13. März werde es eine gemeinsame Sitzung der Kabinette von Bayern und Sachsen geben. Dabei werde man über weitere Kooperationsmöglichkeiten beider Länder etwa in der Bildungspolitik sprechen. Er habe mit Tillich vereinbart, dass es in den kommenden Jahren eine "gemeinsame Zukunftsstrategie" geben solle.
Tillich sagte, die Zusammenarbeit mit Bayern habe eine "neue Qualitätsstufe erreicht". Beide Freistaaten könnten dabei aufgrund ihrer Finanzpolitik selbstbewusst in die Zukunft schauen. Sowohl Sachsen als auch Bayern seien in der Lage, in "Politikgestaltung" zu investieren, statt das Geld in Zinsen und Kredite stecken zu müssen.
Seehofer zeigte sich zuversichtlich, dass die gemeinsame Bewerbung Erfolg haben wird. Er betonte: "Ich gehe davon aus, dass wir den Zuschlag erhalten." Dabei gehe es in erster Linie nicht um die Fördermittel des Bundes, sondern um die Wettbewerbsfähigkeit bei diesem "existenziellen" Thema.
Die bayerische Staatskanzlei verwies darauf, dass die Bewerbung aus Sachsen und Bayern ihre Stärke "ganz entscheidend aus der Kraft der Top-Partner aus Automobil- und Energiewirtschaft" schöpfe, die bereits umfassende Erfahrungen im Bereich Elektromobilität vorweisen könnten. Neben BMW, Audi, MAN und Porsche trügen unter anderem auch Siemens und E.ON "die Bewerbung maßgeblich".
dapd
17:06 Uhr
solardriver: Gemeinsame Bewerbung von Sachsen und Bayern zum "Schaufenster für Elektromobilität" ist ein Fehler!
Nach meiner Meinung als Fachredakteur für eMobility, hat Sachsen einen grossen Fehler begangen das Angebot zu einer Mitteldeutschen Bewerbung zum ?Schaufenster für Elektromobilität? mit Thüringen und Sachsen-Anhalt auszuschlagen und mit Bayern zusammen zugehen!
Fachleute wissen, dass Bayern in Sachen Elektromobilität nur mit Worten, bzw. Sprüchen des Landesvaters und Wirtschaftsministers glänzt, aber nicht mit tatsächlichen Ergebnissen. Bis heute hat man die 4 bayrischen Modellprojekte für Elektromobilität immer noch nicht im Griff, die Förderung ist immer noch schwammig und die Modellregion wissen bis heute nicht was sie erwarten dürfen, da deren Fördermittel plötzlich auch für die Schaufensterbewerbung genutzt werden sollen.
Eingesetzt werden weitestgehend völlig veraltete Elektroautos von BMW, die eMinis, worüber schon geäussert wird, dass die bayrischen eModellregionen als Schrotthalde für eCars von BMW genutzt werden. Verwunderlich ist hierbei, das BMW keinen einzigen Aktiv E für bayrische Modellprojekte übrig hat, aber ein Modellprojekt mit 300 Aktiv e in den USA!
Bayern zählt zu den bundesweiten Schlusslichtern bei der Elektromobilität, als besonders negativ wird dabei von vielen Fachleuten die Modellregion München bewertet, in der ein rechtes Wohu-Watobu herrschte und die bayrischen Autobauer die Modellregion lange im Stich liessen! Da stellt sich die Frage, ob diese sich bei einer Schaufensterbewerbung positiver und agiler verhalten? Durchgesickert ist in Bezug auf die Präsentation der Schaufensterbewerbung von Bayern und Sachsen, dass die eCar-Menge sehr zu wünschen lassen soll. Vielleicht tut sich da noch was bis zum 16.01.2012, da nun auch die Zahlen der vorgesehenen eCar-Zahlen der anderen Bewerber bekannt sind.
Zudem hatte Bayern einen riesen Fehler gemacht und seine Schaufensterregion ?schon vor der Beendigung der Bewerbung gestartet, was nicht erlaubt ist. Da war dann eine gemeinsame Bewerbung mit Sachsen der Rettungsanker!
Sachsen hätte zusammen mit den beiden weiteren Mitteldeutschen Bundesländer ein wirklich grossflächige Schaufensterregion umsetzen sollen, zudem man in Mitteldeutschland hervorragende eFahrzeugkonzepte in Serienreife zur Verfügung hat, die schon eFahrzeuge der 2. Generation darstellen. Aber dies den grossen Sächsischen Autobauern nicht gerade schmeichelt und sie sich mit ihren Finanzmitteln lieber in den Fordergrund schieben. BMW weiss schon, dass Bayern ohne Sachsen keine Change bei der Schaufensterbewerbung hat.
Auch bei der Forschung ist man in Sachsen durch die schon seit Jahren konsequente Förderung wesendlich weiter als in Bayern, auf die der sächsische Wirtschaftsminister Morlok mit Recht stolz ist. In Bayern hat man erst im letzten Jahr 2011 angefangen durch neue Förderprojekte dem Nachholbedarf nachzukommen.
Es stellt sich auch die Frage ob die beiden Wirtschaftsminister, Herr Zeil von Bayern und Herr Morlok von Sachen beide FDP, gekungelt haben um der FDP was positives zuzuschieben? Aber man will ja an so etwas nicht denken!
Wer sich über den tatsächlichen Stand der Elektromobilität in Bayern informieren möchte, sollte sich dazu einmal auf www.emobility-bayern.de umsehen. Schade das dies die sächsische CDU wohl versäumt hat ? grins! Ausführliche Infos zur Schaufensterbewerbung mit mehr als 100 Berichten findet der Interessierte auf www.diemagazine.de/themenmagazine