Der Anteil der Fahrgäste ohne gültiges Ticket ist im Vergleich zur Gesamtzahl der Fahrgäste im Jahresschnitt auf ein Drittel gesunken. Foto: Andreas Seidel (Archiv)
CVAG: Weniger Schwarzfahrer in Chemnitz
Zahl der Kontrolleure wurde von drei auf neun aufgestockt
Chemnitz. Mit mehr Kontrolleuren ist die CVAG im vorigen Monat einer größeren Zahl von Schwarzfahrern in Bussen und Bahnen auf die Spur gekommen als bisher. Zugleich ist der Anteil der Fahrgäste ohne gültiges Ticket im Vergleich zur Gesamtzahl der Fahrgäste im Jahresschnitt auf ein Drittel gesunken. Dieses Ergebnis wertete der Verkehrsbetrieb bei einer Pressekonferenz heute als ersten Erfolg seines neuen Konzeptes.
Für die Verschärfung der Fahrscheinkontrollen ist die Zahl der Kontrolleure von drei auf neun aufgestockt worden. Mit neuen, schnelleren Datenerfassungsgeräten ausgestattet, haben die Prüfer im Januar über 57.000 Fahrägste, das sind fast fünfmal so viele wie bislang, kontrolliert und doppelt so viele Schwarzfahrer (1082) ertappt. Übers Jahr gerechnet, hofft das Unternehmen, damit Verluste in sechsstelliger Höhe zu vermeiden. Wer beim Schwarzfahren erwischt wird, muss mit einem erhöhten Beförderungsentgelt von 40 Euro rechnen. (grit)
18:01 Uhr
Freak: @Flashback2012: gerade der erste Satz ist doch lächerlich. Ein Kontrollsystem im ÖPNV hat nichts mit einem Überwachungsstaat zu tun. Wenn ich ein Verkehrsmittel nutze, so muss dafür ein Entgeld entrichtet werden. Wenn man mit einem privaten PKW auf Reisen geht, kostet dies eben auch Geld. Die ÖPNV-Fahrzeuge werden von Menschen gesteuert, die ebenfalls jeden Monat ihren Lohn empfangen wollen, Fharzeuge kosten Geld und der angesprochene fehlende Service ist doch an den Haaren herbei gezogen. Dass nicht immer und sofort auf Störungen reagiert werden kann liegt u.U. auch daran, dass nicht in der gesamten Stadt verteilt Ersatzbusse und -bahnen nebst Fahrer herum stehen. Dass dieses Jahr wiederum eine Preiserhöhung geplant ist, ist ärgerlich, aber wenn man einmal mit offenen Augen durch die Welt läuft, so werden doch permanent Preise erhöht - egal ob Kraftstoff, Lebensmittel oder Energie - nur beim ÖPNV darf es so etwas wohl nicht geben (zumindest wird dies dann in allen Medien besonders hervorgehoben). Und wenn Kontrolleure "Schwarzfahrer" aufdecken, so ist dies gut, weil allen Fahrgäste, die einen Fahrschein gelöst haben, dadurch ein Stückchen Gerechtigkeit vermittelt wird. Und noch was kleines persönliches am Rande: wer sich überwacht fühlt und permanent nur negativ bzgl. Chemnitz in den Tag hineinblickt, für ihn wäre es vielleicht sinnvoller, Chemnitz zu verlassen - ich zumindest fühle mich in Chemnitz sehr wohl
09:53 Uhr
JanSen: Man darf zwar nicht den Erziehungseffekt außer acht lassen, aber ich möchte trotzdem mal die Milchmädchenrechnung eröffnen: Die Bilanzprssekonferenz der CVAG gibt an, dass 2011 37,525Mio Fahrgäste die Angebote der CVAG nutzten. Anders geschrieben 37525000 Fahrgäste. Geht man davon aus, dass die Kontrolleure weiterhin solchen "Erfolg" haben kommen aufgerundet 1100 Fahrgäste im Monat in den Genuss einer näheren Kontaktaufnahme. Macht im Jahr 13200. Prozentual wären das: ACHTUNG! 0,0352%.
20:21 Uhr
Flashback2012: wird in dieser stadt langsam ein überwachungsstaat eingeführt..cvag,schlossteichüberwachung,bevormundung,vernormung.....ersrt die preise erhöhen wollen,mehr kontrollen...dann sinkende fahrgastzahen und kein service und keine guten preise....die stadt chemnitz wie hiess es in der taz? na klar stadt des grauen..chemnitz zieht aus und nicht an...xD