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Dresden bereitet sich auf Kundgebungen gegen Rechts vor
Polizei gibt erste Informationen über Marschrouten der Rechten bekannt
Dresden (dapd-lsc). In Dresden laufen die Vorbereitungen für das Gedenken an die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg sowie die Proteste gegen Rechtsextremisten. Wenn am Montag rund 2.000 Neonazis durch die Stadt marschieren, sollen im Gegenzug bis zu 10.000 Dresdner eine Menschenkette um die Innenstadt bilden. Dies sei auch ein "probates Mittel" zur Erinnerung an den 13. Februar 1945, als die Stadt durch alliierte Bombardements stark zerstört wurde, sagte der Moderator der für die Veranstaltung verantwortlichen Arbeitsgemeinschaft, Frank Richter, am Mittwoch in Dresden.
Anders als in den Jahren zuvor, in denen die Marschrouten der Rechten erst kurzfristig öffentlich wurden, haben Polizei und Stadtverwaltung nun erste Informationen bekannt gegeben. So soll der Dresdner Stadtteil "Wilsdruffer Vorstadt" zwischen der Wiener Straße und der Schweriner Straße zum "Kerneinsatzbereich" gehören. Nach Angaben der Polizei muss in diesem Gebiet mit Absperrungen, Kontrollen und Einschränkungen gerechnet werden. Auch durch die Menschenkette könne es zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Fünf Tage später wird das Thema Rechtsextremisten die Menschen in Dresden ebenfalls beschäftigen. Trotz der Abmeldung einer rechten Versammlung für diesen Tag will die Stadt mit einer Großdemonstration ein Zeichen gegen Rechts setzen. "Wir halten an der geplanten Kundgebung am 18. Februar fest", sagte AG-Moderator Richter. Kurzfristig könnten aus dem rechten Lager doch noch Versammlungen angemeldet werden.
dapd