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Drittklässler müssen auf Sportgutscheine verzichten

Wegen einer Umstellung gehen zwei Jahrgänge leer aus - Erstklässler profitieren von Neuregelung

Dresden (dapd-lsc). Wegen eines Wechsels in der Vergabepraxis müssen zwei sächsische Schülerjahrgänge auf den Sportgutschein des Freistaats verzichten. Denn das Land hat die Förderung umgestellt: Ab diesem Jahr werden nicht mehr wie bisher die Grund- und Förderschüler der 3. Klassen unterstützt. Stattdessen werden die Gutscheine im Wert von bis zu 50 Euro an Erstklässler verschenkt. Die Drittklässler dieses und des nächsten Jahres gehen deshalb leer aus, wie eine Ministeriumssprecherin der Nachrichtenagentur dapd am Montag in Dresden sagte.

Der Gutschein der landesweiten Aktion "Komm in den Sportverein" kann seit 2009 am Anfang eines Jahres beantragt werden. Das Kultusministerium will damit die Mitgliedschaft in einem Verein des Landessportbundes erleichtern. Die Mädchen und Jungen können den Gutschein in einem Verein einlösen. In den vergangenen drei Jahren machten davon laut Ministerium knapp 26.000 Drittklässler Gebrauch. Die Vereine begrüßten in der Folge 6.600 neue Mitglieder.

Mit der Umstellung von der 3. auf die 1. Klasse soll die enge Bindung der Kinder zum Sport beim Übergang in die Grundschule erhalten bleiben, erklärte Kultusminister Roland Wöller (CDU) am Montag in einer Mitteilung. Die Kinder sollten motiviert werden, sich mehr zu bewegen und die Vorteile einer Vereinsmitgliedschaft kennenzulernen. 33.600 Erstklässler könnten davon profitieren.

Ob die 3. Klassen dieses und nächsten Jahres Gutscheine bekommen, wurde nicht mitgeteilt. Auf Nachfrage räumte Ministeriumssprecherin Andrea Valendiek ein, dass die 3. Klassen 2012 und 2013 keine Gutscheine bekämen. Es gebe für diese Jahrgänge keine Möglichkeit, einen Gutschein zu erhalten, sagte Valendiek. Das betrifft etwa 65.000 Kinder. "Es wäre natürlich wünschenswert, wenn alle Grundschüler einen Sportgutschein erhalten könnten, aber das ist finanziell nicht umsetzbar", sagte Valendiek.

Laut der Sprecherin wurde auch festgestellt, dass die Schüler in der 3. Klasse meist schon in einem Verein Mitglied seien und ihre eigenen Interessen bereits gefunden und verfestigt hätten. Auch deshalb sei die Umstellung erfolgt.

dapd

 
erschienen am 06.02.2012
© Copyright dapd Nachrichtenagentur GmbH
 
Kommentare
1
(Anmeldung erforderlich)
  • 07.02.2012
    09:45 Uhr

    ChemB: Tja haben die Kinder, der 2. und 3. Klassen eben die A-Karte gezogen. Gleichbehandlung sieht irgendwie anders aus, oder?

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