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Erstes MRT-Diagnosegerät für Pferde an Universitätsklinik
Untersuchungen ohne Narkose möglich
Leipzig (dapd-lsc). Die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig hat als erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland ein Diagnosegerät mit Magnetresonanz-Tomographie (MRT) für Pferde angeschafft. Das Gerät habe rund 620.000 Euro gekostet, sagte der Dekan der Fakultät , Uwe Truyen, am Donnerstag bei der Vorstellung des Geräts. Finanziert worden sei es von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Freistaat Sachsen.
Mit dem Diagnosegerät sollen Untersuchungen an Pferden ohne Narkose möglich sein, die Tiere können im Stehen untersucht werden. Sie erhalten dafür eine Beruhigungsspritze. Der Direktor der Chirurgischen Tierklinik, Walter Brehm, sagte, dass Krankheiten und Verletzungen an den Gliedmaßen bei Pferden sehr oft aufträten.
Rund die Hälfte aller Lahmheiten bei Pferden gingen von den Hufen aus. "Die Hufe können wir aber mit Ultraschallgeräten nicht untersuchen", berichtete Brehm, "da kommen die Schallwellen nicht durch." Mit dem MRT-Gerät in Leipzig könnten die Gliedmaßen von Pferden bis zu einer Höhe von etwa 60 Zentimetern untersucht werden. Verletzungen und Krankheiten an den Beinen bis zu dieser Höhe seien für 80 Prozent der Lahmheiten von Pferden verantwortlich. Für die Tiere sollen die Untersuchungen nicht belastend sein, weil auf eine Narkose verzichtet werden kann und MRT-Geräte mit einem Magnetfeld und im Unterschied zur Computertomographie nicht mit Röntgenstrahlen arbeiten.
Für den Einbau des Geräts waren Umbauten auf dem Gelände der Tierkliniken der Universität notwendig. Die Kosten dafür hätten bei rund 74.500 Euro gelegen, sagte Ingo Fischer, Architekt beim Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Die Umbauarbeiten seien zu 75 Prozent mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung gefördert worden, den Rest habe der Freistaat Sachsen übernommen. Um das MRT-Gerät einbauen zu können, wurden zwei frühere Pferdeboxen entkernt.
dapd