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FDP Sachsen: Strategiewechsel beim Atomkurs "völlig falsch"
FDP-Landeschef Zastrow widerspricht Lindner
Dresden (dapd-lsc). Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow hat den Kurswechsel der Bundespartei in der Atompolitik als "völlig falsch" kritisiert. "Wenn wir als FDP nur der Mehrheitsmeinung hinterherrennen, dann kommt das einem Todesurteil gleich", sagte Zastrow der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Mittwochausgabe). Die Partei sollte aufhören, die eigenen Wähler zu verwirren.
Die Ankündigung von Generalsekretär Christian Lindner, alle acht alten Atommeiler für immer abzuschalten, sei verkehrt. "Die FDP darf sich nicht auf einen linksökologischen Kurs drücken lassen", sagte Zastrow der Zeitung. Die Botschaft der Wahlergebnisse vom vergangenen Sonntag sei klar: "Steht zu dem, was ihr seit vielen, vielen Jahren gesagt habt", erklärte er. Die Atomenergie sei als Brückentechnologie für den Übergang unverzichtbar.
"Wenn jetzt jemand versucht, die FDP grün anzupinseln, dann wird das auf jeden Fall ohne die sächsischen Liberalen geschehen", betonte der Landesparteichef. Japan sei "ein absolut singuläres Ereignis in einer geografisch völlig anderen Region". In Deutschland gebe es keine Tsunamis. Hektik in der Atompolitik sei deshalb fehl am Platz.
dapd