Foto: dapd

Görlitz: Hauptfeldwebel schießt Soldaten bei Übung an

36-Jähriger hatte als einziger scharfe Munition verwendet - Polizei ermittelt

Görlitz (dapd-lsc). Bei Schießübungen der Bundeswehr auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen hat ein Hauptfeldwebel einen Gefreiten angeschossen. Der 26-Jährige wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und operiert, sein Zustand sei stabil und er sei ansprechbar, sagte ein Bundeswehrsprecher am Mittwoch in Leipzig auf dapd-Anfrage.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag auf einem Übungsplatz bei Weißwasser in der Lausitz. Eine Gruppe Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 "Marienberger Jäger" simulierte laut Polizei einen Häuserkampf mit Platzpatronen. Aus ungeklärter Ursache habe der 36 Jahre alte Hauptfeldwebel als einziger scharfe Munition verwendet und mindestens acht Schüsse abgefeuert, sagte ein Polizeisprecher in Görlitz.

Der Hauptgefreite sei am Oberschenkel und am Reservemagazin getroffen worden. Dieses explodierte daraufhin und fügte ihm weitere Verletzungen zu, die aber nicht lebensgefährlich waren. Gegen den Hauptfeldwebel wird laut Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

dapd

 
erschienen am 22.02.2012
 
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