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Kein Ende bei Ausbau der Bahnstrecke Dresden - Leipzig in Sicht

Deutsche Bahn kündigt Zugausfälle im Großraum Dresden an

Dresden (dapd-lsc). Die Fertigstellung des Komplettausbaus der Bahnstrecke Dresden-Leipzig ist derzeit völlig offen. Es gebe für drei noch unsanierte Abschnitte im Landkreis Meißen bisher keinen Zeitplan, sagte der für das Projekt zuständige Leiter Dieter Pautzsch am Montag in Dresden. Auch die Finanzierung für diese Ausbauvorhaben sei bisher nicht geklärt.

Derzeit benötigen Fernzüge zwischen Dresden und Leipzig 65 bis 75 Minuten. Das Bundesverkehrsministerium hatte vergangene Woche angekündigt, dass bis Ende 2015 zwischen Dresden und Leipzig eine Reisezeit von 45 Minuten erreicht werde. Dem widersprach die Deutsche Bahn AG. Zuvor müssten noch die Strecke bei Weinböhla begradigt, der Bahnknoten Riesa modernisiert und die Trasse zwischen Leckwitz/Weißig und dem Abzweig Röderau saniert werden, hieß es.

Unterdessen kündigte der Verkehrskonzern am Montag für die gesamte Region Dresden umfangreiche Zugausfälle an. Von diesem Freitag an bis zum 7. Februar werden zwischen Radebeul-Ost und Coswig auf zehn Kilometern neue Gleise in Betrieb genommen. In den Bahnknoten Dresden werden nach Angaben der Bahn seit Ende der 1990er Jahre bis 2016 mehr als eine Milliarde Euro investiert.

Zwischen Dresden und Coswig trennt die Bahn bis Ende 2016 den Fernverkehr komplett von der S-Bahn, um für stabilere Fahrzeiten zu sorgen. Zunächst gehen neue Fernbahngleise in Betrieb, die bis 2014 von der S-Bahn mitbenutzt werden. Dafür wurden an den S-Bahn-Haltepunkten in Radebeul Behelfsbahnsteige installiert.

Während zeitgleicher Umschaltarbeiten an sechs Stellwerken kommt es zu Abweichungen im Fernverkehr: Sämtliche Fernzüge zwischen Dresden und Leipzig beziehungsweise Berlin können vom 27. Januar bis 7. Februar nicht in Dresden-Neustadt halten. Im Laufe der anderthalb Wochen kommt es auf allen Regional- und S-Bahn-Linien im Großraum Dresden an unterschiedlichen Tagen zu Fahrplanänderungen, Zugausfällen und Busersatzverkehr.

Sämtliche Fahrpländerungen sind nach Bahnangaben in die elektronische Auskunft eingearbeitet, die im Internet und an Fahrkartenautomaten abgerufen werden kann. Hinweise zu Abweichungen erhalten Zugreisende zudem am kostenfreien Bahnbau-Telefon unter der Nummer 0800/5 99 66 55.

(Fahrplanänderungen im Internet: http://url.dapd.de/ZsZNWi )

dapd

 
erschienen am 23.01.2012
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