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LKA sichert Fülle an Beweismaterialien bei Razzia gegen Neonazis
Fackeln und Masken sichergestellt
Dresden (dapd-lsc). Das sächsische Landeskriminalamt (LKA) hat bei der Großrazzia gegen Rechtsextremisten in vier Bundesländern am Donnerstag umfassendes Beweismaterial sichergestellt. Aus den 44 Wohnungen und Garagen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg wurden unter anderem mehr als 250 Fackeln und weiße Masken beschlagnahmt, wie das LKA am Freitag in Dresden mitteilte. Zudem seien pyrotechnische Artikel, Schlagringe, Computertechnik sowie rechtsextreme Propagandamittel sichergestellt worden.
Die Ermittler werteten die groß angelegte Aktion mit mehr als 200 Polizisten und LKA-Beamten als "deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Aktionsformen". Den 41 Beschuldigten werden Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Sie sollen im September 2011 an einer nicht angemeldeten Demonstration in der Sächsischen Schweiz teilgenommen haben. Im Zuge dessen müssen sich die Neonazis unter anderem wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot sowie wegen des Mitführens von Waffen verantworten.
Bei Dunkelheit zogen am 30. September mehrere Hundert vermummte Rechtsextreme durch die Innenstadt von Stolpen. Seit längerer Zeit kommt es in sächsischen Städten und auch in anderen Teilen Deutschlands zu solch unangemeldeten Aufmärschen. Dabei treten die Rechtsextremisten kurzfristig in den Abend- und Nachtstunden auf und tragen schwarze Kleidung sowie weiße Gesichtsmasken. Viele Teilnehmer tragen auch Fackeln.
dapd