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MDR-Führungsspitze ist wieder komplett
Rundfunkrat beruft Verwaltungsdirektorin und Juristischen Direktor
Leipzig (dapd-lsc). Die Führungsspitze des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) ist seit Montag wieder komplett. Der Rundfunkrat stimmte den entsprechenden Vorschlägen von Intendantin Karola Wille zu und berief Astrid Göbel zur Verwaltungsdirektorin und Jens-Ole Schröder zum Juristischen Direktor des Senders, wie der MDR mitteilte. Beide sind für jeweils fünf Jahre in ihre neuen Ämter berufen worden. Zudem informierte Wille den Rundfunkrat darüber, dass sie Hörfunkdirektor Johann Michael Möller zu ihrem Vertreter bestimmt hat.
Wie weiter mitgeteilt wurde, verfügt Diplom-Kauffrau Göbel über lange Berufserfahrung in der Unternehmensberatung im Sektor öffentliche Verwaltung. Göbel war demnach zuletzt für die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig. Die Stelle des MDR-Verwaltungsdirektors war seit März 2011 kommissarisch besetzt, nachdem der vorherige Amtsinhaber Holger Tanhäuser im Zusammenhang mit der Ki.Ka-Affäre zurückgetreten war. Göbel tritt ihr Amt zum 1. Februar 2012 an.
Schröder folgt der heutigen Intendantin Wille im Amt als Juristischer Direktor des MDR. Schröder war bisher unter anderem als Referatsleiter in der Sächsischen Staatskanzlei tätig, wo er sich unter anderem mit Rundfunkänderungsstaatsverträgen, der Finanzanlagepolitik des MDR und den Bemühungen der Rundfunkanstalt zur Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit einzelner Mitarbeiter befasst. Derzeit er Chef des Leitungsstabes im Wissenschaftsministerium. Das Amt des Juristischen Direktors der MDR tritt er am 1. Januar 2012 an.
Außerdem hat der MDR-Rundfunkrat den Wirtschaftsplan des Senders für 2012 genehmigt. Einnahmen in Höhe von 657,1 Millionen Euro stehen geplante Ausgaben in Höhe von 675,9 Millionen Euro gegenüber, wie das Gremium mitteilte. Der prognostizierte Fehlbetrag solle vollständig aus vorhandenen Gewinnrücklagen gedeckt werden, hieß es. Gründe des Defizits von knapp 19 Millionen Euro seien einerseits geringere Einnahmen aus Teilnehmergebühren und andererseits höhere Ausgaben durch die Berichterstattung von Großereignissen wie der Fußball-EM in Polen und der Ukraine und den Olympischen Sommerspielen in London.
dapd