Die sächsische Regierung will im Oktober eine neue Tourismusstrategie beschließen.Foto: dapd
Sachsen will Tourismusstrategie über Förderung verbessern
Regionen und Städte sollen "wettbewerbsfähige Destinationen" bilden
Dresden (dapd-lsc). Die sächsische Regierung will im Oktober eine neue Tourismusstrategie beschließen. Das teilte Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler am Montagabend vor Journalisten in Dresden mit. Danach will der Freistaat seine Förderung davon abhängig machen, ob Regionen und Städte "wettbewerbsfähige Destinationen" bilden. Beurteilt werden soll dies nach einem Punktesystem.
Derzeit besuchen 6,4 Millionen Touristen im Jahr Sachsen, die Zahl der Übernachtungen liegt bei 16,7 Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt zweieinhalb Tage. Diese Zahlen sollen mit der neuen Strategie gesteigert werden.
Die Kommunen sollen künftig verstärkt Kooperationsmöglichkeiten nutzen und ihre Finanzierung der touristischen Infrastruktur erhöhen. Einige Tourismusregionen müssten sich "sehr anstrengen", sagte Fiedler. Wenn eine Region oder Stadt allein langfristig nicht die Anforderungen der Wettbewerbsfähigkeit erfüllt, soll sie nach dem neuen Konzept nicht mehr die Höchstförderung des Freistaats erhalten. Befragungen zufolge stimmt sich jede zweite Gemeinde in Sachsen nicht mit den Nachbarorten über ihr Tourismuskonzept ab.
Am Dienstag präsentierte bereits der Tourismusverband Erzgebirge in Oberwiesenthal ein neues Marketing-Konzept. Ein Logo aus den gekreuzten Bergmannswerkzeugen Eisen und Schlägel und der Slogan "Erlebnisheimat Erzgebirge" sollen das Profil der Region stärken. Geplant ist eine stärkere überregionale Vermarktung.
dapd