Der Leuchtturm am Fasanenschlösschen in Moritzburg ist in diesem Sommer erstmals regelmäßig für die Öffentlichkeit zugängig. Foto: dapd
Sachsens einziger Leuchtturm öffnet regelmäßig für Besucher
"Wir wollen den Besuchern den Blick für den gesamten Fasanengarten öffnen"
Moritzburg (dapd-lsc). Der Leuchtturm am Fasanenschlösschen in Moritzburg ist in diesem Sommer erstmals regelmäßig für die Öffentlichkeit zugängig. Von Mai bis Oktober können Besucher an jedem 1. und 3. Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr die 74 Stufen des Turmes erklimmen, teilten die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens am Dienstag mit. Damit will das Fasanenschlösschen seine Besucherzahlen von knapp 20.000 im Jahr 2010 verdoppeln.
"Wir wollen den Besuchern den Blick für den gesamten Fasanengarten öffnen", erklärte Margitta Hensel, wissenschaftliche Mitarbeiterin an dem Rokokoschlösschen. Bislang war Sachsens einziger und Deutschlands ältester Binnenleuchtturm, der am Teich des Fasanengartens steht, nur zu besonderen Anlässen zugängig. Der Eintritt kostet für Erwachsene drei, für Kinder ein Euro.
Zudem sollen in der Saison vom 22. April bis 31. Oktober an Wochentagen stündlich eine Führung angeboten werden, am Wochenende und an Feiertagen halbstündlich. An den Sonntagen lädt das Fasanenschlösschen zu einer Veranstaltungsreihe ein. Den Auftakt bildet ein Vortrag über Karl May, der von dem Teich im Schlossgarten offenbar inspiriert wurde, sagt Hensel. Außerdem soll es abendliche Lesungen, Kräuterführungen und Musikabende geben.
Das kleinste Königsschloss Sachsens zeigt zudem eine Sonderausstellung der Werke des Fotografen Jürgen Karpinski. Der 70-Jährige rückte viele Gegenstände der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ins rechte Licht, darunter Porzellan- und Glasobjekte. Die Ausstellung im Besucherzentrum des Fasanenschlösschens zeigt neben Bildern aus Moritzburg, Pillnitz und dem Barockgarten Großsedlitz auch Landschaftsportraits von Irland, Namibia und den USA.
dapd